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Jugendzentrum: Ferienspaß in "Corona"-Zeiten

Jugendzentrum: Ferienspaß in "Corona"-Zeiten

Trotz Corona: Auch in diesem Jahr bietet das Städtische Jugendzentrum „Libber“ wieder Ferienspaß für Kinder und Jugendliche an, die in den großen Ferien daheimbleiben. „Wir haben ein Programm für fünf Wochen zusammengestellt“, kann Adriana Ruiu stolz auf das Angebot sein, was das „Libber“-Team in den letzten Monaten vorbereitet hat. Das Motto lautet: „Kinder-Kultur – sensationelle Zukunftsträume“. Da geht es im Urlaub in den Libber-Garten, da werden Abfälle in Kunstwerke verwandelt. Da wird es ein Sport- und Spielangebot genauso geben wie einen Theater-Workshop sowie eine Medienwerkstatt. Es ist also eine Menge los vom 29. Juni bis zum 31. Juli rund um das Jugendzentrum in der Schulstraße – wenn auch für weniger Teilnehmer als in den Sommern ohne Corona.


Im „Libber“ ist der offene Betrieb wieder angelaufen. Die Tische für die Kids stehen mit deutlich mehr Abstand im Kreis als die 1,50 Meter, die zum Maß aller Dinge geworden sind. Sicherheit ist auch das höchste Gut beim Gevelsberger Ferienspaß. Insgesamt 150 Teilnehmerinnen und Teilnehmer können in diesem Jahr dabei sein. 

In den ersten vier Wochen wird es insgesamt drei Kurse nebeneinander geben. „Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer wechseln von Tag zu Tag zwischen den Gruppen“, erklärt Ryan Guzman vom Team. Das erste Angebot dreht sich um den Natur- und Umweltschutz vor der eigenen Haustür. Im „Libber“-Garten werden Bäume gepflanzt, Gewächshäuser aufgebaut, Gemüse sowie Kräuter angebaut, Hochbeete und Insektenhotels angelegt, verrät Susanne Krause schon einmal vorab. 
Gruppe zwei beschäftigt sich mit der kreativen Nachhaltigkeit. Nicht alles was im Abfall landet, muss da rein. Eine leere Milchverpackung kann zum Beispiel zu einer Wohnung für die Gartenvögel werden. Die Taschen von abgelegten Hosen verwandeln sich mit ein paar kleinen Handgriffen zu einem bunten Aufbewahrungssystem für Sonnenbrillen, Kugelschreiber, Schlüssel, Smartphones und Co.

Eine weitere feste Bezugsgruppe aus dem Jugendzentrum ist in den ersten drei ferienwochen darüber hinaus im Gevelsberger Stadtgebeit unterwegs und befasst sich Thema Natur- und Umweltschutz. 


Bei „Aktiv Offline“ dürfen, wie der Name schon sagt, die Smartphones für ein paar Stunden in Urlaub geschickt werden. Hier stehen Sport und der Spaß im Vordergrund. „Da können wir uns mit den Teilnehmern mal richtig auspowern“, freut sich schon Shakana Karuneswaran und spricht von Torwandschießen und Sackhüpfen, bei dem natürlich alle Corona-Vorschriften strengstens beachtet werden.
In der fünften Woche besucht der Schauspieler Dominik Meurer Gevelsberg und bietet einen Theater-Workshop im „Libber“ an. Eine Vorstellung vor Publikum – im vergangenen Jahr bestand es zum größten Teil aus den stolzen Eltern und Großeltern der Nachwuchs-Schauspieler – wird es in diesem Jahr nicht geben. „Deshalb“, so Adriana Ruiu, „haben wir uns einen Medienworkshop einfallen lassen. Die Arbeit der Theatergruppe wird in bewegten Bildern festgehalten. Den Film können die Nachwuchsschauspieler mit nach Hause nehmen, um ihn im Heimkino vorzuführen.“ Für eine „Libber“-Woche zahlen die Eltern einen Beitrag zu den Kosten in Höhe von 40 Euro. Das Mittagessen ist in dem Betrag bereits inbegriffen. Infos gibt es unter den Telefonnummern 0 23 32/5570-11, -12 und -26.


Adriana Ruiu, Susanne Krause, Ryan Guzman, Calvin Neuhaus und Shakana Karuneswaran sowie die Kolleginnen und Kollegen der Sozialen Gruppenarbeit haben auch in der Zeit, in der das Gevelsberger „Libber“ geschlossen war, den Kontakt mit ihren Kindern und Jugendlichen so gut es ging aufrechterhalten. Es gab im Bereich der offenen Kinder- und Jugendarbeit regelmäßige Videokonferenzen und Videosprechstunden. Auch auf den Straßen war das „Libber“-Team unterwegs. „Plätze, an denen sich die Jugendlichen sonst getroffen haben, waren allerdings wie leergefegt. Sie haben in Gevelsberg die Regeln eingehalten und wussten besser als die Erwachsenen über die Entwicklung Bescheid“, lobt Ryan Guzman. „Wenn wir die Kids besucht haben, dann mussten wir zum Selbstschutz im Auto bleiben. Das fühlte sich alles wie im Drive in an“, so Guzman, der auch glaubt, dass die Gevelsberger Nachwuchsgeneration durch Corona eins gelernt hat: „Für sie ist eine Einrichtung wie das Jugendzentrum keine Selbstverständlichkeit mehr. Sie haben gemerkt, was sie vermissen, wenn wir nicht öffnen können.“