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Stadtwache Gevelsberg

Landrat und Bürgermeister planen gemeinsamen Stützpunkt von Ordnungsdienst und Polizei in Gevelsberg als Pilotprojekt

Nachdem feststeht, dass eine gemeinsame Polizeiwache für den gesamten südlichen Ennepe-Ruhr-Kreis am Strückerberg in Ennepetal entsteht, haben sich Bürgermeister Claus Jacobi und Landrat Olaf Schade auf Pläne zur Bündelung von ordnungsbehördlichen und polizeilichen Aufgaben innerhalb einer „Stadtwache“ am Standort der derzeitigen Polizeiwache Gevelsberg verständigt. Im Rahmen eines Pilotprojektes im Ennepe-Ruhr-Kreis soll in der Gevelsberger City ein gemeinsamer, von Stadt und Kreispolizeibehörde getragener Stützpunkt der Gefahrenabwehr mit einheitlichen Öffnungs- und Sprechzeiten entstehen, an dem dann künftig das Ordnungsamt der Stadt Gevelsberg sowie der Bezirkspolizeidienst mit drei Bezirksbeamten gemeinsam residieren sollen. Landrat Olaf Schade und Bürgermeister Claus Jacobi zeigten sich bereit, das gemeinsame personelle Engagement für eine Stadtwache über den Bezirksdienst und das Ordnungsamt hinaus künftig verstärken zu wollen, um die Sicherheit in der Stadt weiter zu verbessern und eine bürgerfreundliche polizeiliche Ansprechbarkeit im gemeinsamen Stützpunkt gewährleisten zu können. Der Schwerpunkt der Sprechzeiten aller Beschäftigten der Stadtwache soll sich an den regulären Öffnungszeiten des Rathauses orientieren und auch ergänzende örtliche Bedarfe, wie etwa Sprechzeiten zu den Zeiten des Wochenmarktes in Gevelsberg, berücksichtigen. Durch dieses Angebot sowie temporäre Vertretungsregelungen zwischen ordnungsbehördlichen und polizeilichen Beschäftigten der Stadtwache wollen beide Verwaltungschefs eine durchgängig zuverlässige Ansprechbarkeit sowie Bürgernähe für die Bevölkerung garantieren.
Vom Land Nordrhein-Westfalen wurde dem Landrat als Kreispolizeibehörde bereits ein festes Raum- und Kostenbudget zugestanden, dass den Erhalt des polizeilichen Bezirksdienstes innerhalb der Stadtwache langfristig sichert.

Weitere sicherheitsrelevante Vorgaben, wie etwa eine Beschusssicherheit der Einrichtung, existieren bereits, sodass die konkrete planerische und konzeptionelle Ausgestaltung der „Stadtwache“ unmittelbar angegangen werden kann. Die Stadtverwaltung Gevelsberg will den Ratsgremien im Zuge der Haushaltsberatungen für das nächste Jahr entsprechende Budgetvorschläge machen und bereits die ersten Gremiensitzungen nach der Kommunalwahl für die Vorstellung des bis dahin mit Kreispolizeibehörde und Landesverwaltung näher auszuarbeitenden Konzeptes nutzen. „Grundsätzliche Beschlüsse können dann noch dieses Jahr erfolgen“, so Bürgermeister Claus Jacobi.
Aufgeschlossen stehen Landrat und Bürgermeister auch der Idee gegenüber, gemeinnützige Träger der Verkehrsunfallprävention und der Opferhilfe sowie weiterer Akteure der Präventionsarbeit wie Frauenschutz- und Familienhilfe in das Beratungsnetzwerk und -angebot der Stadtwache einzubinden.


Landrat Olaf Schade betont, dass sich am ehemaligen Standort der „Polizeiwache Gevelsberg“ mit der neuen „Stadtwache Gevelsberg“ eine deutlich intensivierte Ordnungspartnerschaft etablieren lasse, die in dieser Form zu einer Pilot- und Strahlungswirkung in die übrigen Kreiskommunen führen kann.


Bürgermeister Claus Jacobi zeigt sich ebenfalls zufrieden über die gemeinsam gefundene Lösung, auch wenn ihn der Fortgang der klassischen Polizeiwache natürlich nach wie vor schmerzt: „Unter den strikten Vorgaben, die das Land für die Weiterentwicklung von Polizeistandorten macht, haben wir mit dem jetzt vorliegenden Konzept jedoch das bestmögliche Ergebnis für Gevelsberg ausgehandelt. Ich bin zuversichtlich, dass von den erheblich verkürzten Wegen und dem permanenten Kontakt, der zwischen Ordnungsbehörde und Polizei in einer künftigen Stadtwache Gevelsberg gelebt werden, vor allem die Bürgerinnen und Bürger und deren Sicherheit profitieren werden.“