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Ein schmerzvoller, nie vorstellbarer Schritt: Gevelsberger Kirmes muss abgesagt werden »Ein Stich ins Gevelsberger Herz!«

„Wehmütig und tieftraurig in unseren Herzen geben wir bekannt, dass unsere einzigartige Gevelsberger Kirmes und ihr wunderbarer Kirmeszug in diesem Jahr abgesagt werden müssen. Es ist ein tiefer Stich in das Gevelsberger Herz und eine schmerzvolle Entscheidung. Ein Schritt, den wir uns nie zuvor hätten vorstellen können und von dem wir niemals gedacht hätten, dass wir ihn einmal gehen müssen.“


Mit diesen emotionalen Worten geben Gevelsbergs Bürgermeister Claus Jacobi, der erste Vorsitzende des Gevelsberger Kirmesvereins, Markus Loetz, und Andreas Alexius, Vorsitzender des örtlichen Schaustellervereins, bekannt, dass die bundesweit bekannte und regional so herausragende Gevelsberger Kirmes nach dem gestern angekündigten bundesweiten Verbot sämtlicher Großveranstaltungen offenkundig keinen Rechtsrahmen mehr zu ihrer Umsetzung finden kann.


Mehr als 30.000 Besucherinnen und Besucher empfängt die Gevelsberger Kirmes durchschnittlich an jedem Tag ihres fünftägigen Verlaufs, zum Kirmeszug als Höhepunkt der Traditionsveranstaltung kommen bis zu 100.000 Besucherinnen und Besucher zusammen. „In realistischer Einschätzung der Rechtslage, aber auch in Verantwortung für die Gesundheit der uns anvertrauten Menschen sowie aus globaler Solidarität bleibt uns hier und heute keine andere Wahl, als die Veranstaltung abzusagen.“, begründen Bürgermeister Claus Jacobi und Markus Loetz mit großem Bedauern die sie beide tief bedrückende Entscheidung.


Eine große Bürde bedeutet die seit dem Zweiten Weltkrieg erstmalig vorzunehmende Absage von Kirmes und Kirmeszug vor allem für die ungezählten Aktiven in den zwölf Gevelsberger Kirmesgruppen, die sich nach der Jahreshauptversammlung gedanklich bereits mit viel Herzblut auf das bunte Treiben eingestellt hatten. Und so bitten Markus Loetz und sein Vorstandsteam alle Kirmesaktiven, jetzt menschlich und solidarisch eng beieinanderzubleiben und gemeinsam das durchzustehen, was jeden echten Gevelsberger schmerzt.
Nicht minder groß ist der Schmerz bei den Schaustellern, die durch die Pandemie nun auch wirtschaftlich am Rande ihrer Existenz stehen. Schaustellervertreter Andreas Alexius: „Auf den Kirmesverein, die Stadt Gevelsberg und ihre Bürgerschaft war immer Verlass, es ist so bitter, all dies jetzt mitzuerleben, aber es wird auch ein Wiederaufblühen unserer großen gemeinsamen Sache nach der Krise geben!“


Markus Loetz, Claus Jacobi und Andreas Alexius rufen alle Kirmesfreundinnen und Kirmesfreunde, jede Einzelne und jeden Einzelnen auf, die real ausfallende Kirmes 2020 im Herzen lebendiger denn je zu halten und sie versprechen: „Wir werden dafür sorgen, dass es trotz allem Aktionen, Formate und Events in diesem Sommer geben wird, die beweisen, dass Gevelsberg Kirmes lebt und Gevelsberg Kirmes ist! Besonders am Kirmeswochenende wird jeder in Gevelsberg öffentlich hören, spüren und erleben, dass trotzdem Kirmes ist und wir werden sie zusammen zu Hause feiern, eine ganze Stadt im Herzen vereint.“


Und noch ein Versprechen geben die drei verantwortlichen Kirmesfreunde gemeinsam ab: Die erste Kirmes, die nach der Krise wieder stattfindet, wird die großartigste werden, die Gevelsberg je erlebt hat! Denn: „Unser sprichwörtliches Gevelsberger Kirmesvirus ist stärker als jede Pandemie!“