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Gemeinsame Netzwerkkonferenz

 „Dass hier Bürgermeisterinnen und Bürgermeister aller drei Städte zusammen stehen, zeigt wie wichtig das Thema uns allen ist. Gemeinsam wollen wir Jugendliche in ihrem Quartier stark machen. In einer immer orientierungsloser werdenden Welt wollen wir sie gemeinsam auf einem Weg unterstützen, der in ein gesichertes soziales Netz und eine gute berufliche Zukunft führt“, unterstrich der Gevelsberger Bürgermeister Claus Jacobi die Bedeutsamkeit von „COMBO“ auch im Namen seiner Amtskolleginnen Gabriele Grollmann-Mock aus Schwelm und Imke Heymann aus Ennepetal am Mittwoch den 12.02.2020 im Gevelsberger Bürgerzentrum Alte Johanneskirche.

Im Mittelpunkt des Projektes stehen Schulverweigerer und junge Menschen, für die der Übergang von der Schule in den Beruf problematisch ist. Sie sollen nicht zwischen unterschiedlichen  Hilfeangeboten der Städte und des Kreises verloren gehen, sondern gemeinsam gezielt unterstützt werden, ihren Weg zu finden. Mitarbeiter aus allen drei Städten haben mit Sozialpädagogen der AWO EN in der ersten Projektphase von 2015 bis 2018 ein Hilfenetz aus individuellem Coaching für die Jugendlichen, Beratung für Eltern und Lehrer, Nachhilfe und Freizeitangeboten einerseits sowie einer städteübergreifenden Zusammenarbeit der Jugendhilfe andererseits geknüpft. In der seit 2019 bis Mitte 2022 laufenden zweiten Projektphase gilt es, diese städteübergreifenden Hilfestrukturen zu verfeinern und zu verstetigen.

Am Mittwoch hatte die Stadt Gevelsberg zur Netzwerkkonferenz zum Thema „Mobbing – (K)ein Thema an unserer Schule“ ins Bürgerzentrum eingeladen. Da zeigte sich ganz deutlich, dass das Konzept städteübergreifender Zusammenarbeit aufgeht. Rund 80 Schulsozialarbeiter, Lehrer, Mitarbeiter aus Offenen Ganztagsschulen und Jugendämtern aus den drei Südkreisstädten und auch darüber hinaus hörten einen spannenden Vortrag des Sozialpädagogen Andreas Sandvoß, der als Geschäftsführer des „Zentrums für Konfrontative Pädagogik“ Fortbildungen zu „Mobbingprävention/-intervention“ anbietet.

Er schilderte anschaulich, wie Mobbing zustande kommt, wie Kinder und Jugendliche dabei zu Tätern und zu Opfern werden, welche Faktoren Mobbing begünstigen oder davor schützen. „Untersuchungen haben gezeigt, dass nie so viel gemobbt wird, wie in Klasse drei“, räumte er mit der Annahme vieler Gäste auf, Mobbing sei vor allem ein Thema älterer Schüler.

Die Combo-Mitarbeiter aus allen drei Städten haben die Fortbildung zum Thema „Mobbing“ von Andreas Sandvoß besucht, denn gerade hier liegen häufig die Ursachen für Schulversagen, -verweigerung, Vereinsamung und Rückzug von Kindern und Jugendlichen.

Die drei Städte wollen den gemeinsamen Weg weitergehen. Gabriele Grollmann-Mock wies auf das nächste Netzwerktreffen hin, zu dem die Stadt Schwelm einladen werde. Imke Heymann betonte: „Die Jugendhilfe ist immer mehr gefordert und da ist es wichtig, dass wir zusammenstehen.“