Sprungziele
Seiteninhalt

Aktionstag One Billion Rising

One Billion Rising: Weltweite Kampagne gegen Gewalt an Frauen am Valentinstag

Laut und kraftvoll erobern sie öffentliche Plätze, performen lustvoll eine Choreografie und sind Teil einer weltweiten Solidaritätsbewegung. Weltweit beteiligen sich am Valentinstag 1 Milliarde Frauen an der Kampagne „One Billion Rising“. Auf allen Kontinenten, in vielen Ländern und in mehr als 130 deutschen Städten fordern sie ein Ende der Gewalt an Mädchen und Frauen. Im Ennepe-Ruhr-Kreis ist Schwelm der Austragungsort.

"One Billion Rising“ ist eine Kampagne, die weltweit seit 2013 zum gemeinschaftlichen Protest aufruft. „One Billion“ ist die englische Zahl für eine Milliarde, „Rising“ steht für „erhebt euch“. Die Zahl bezieht sich auf eine UN- Statistik, nach der ein Drittel aller Frauen in ihrem Leben entweder vergewaltigt oder Opfer einer schweren Körperverletzung wird.

Jeden Tag wird eine Frau lebensgefährlich attackiert

In Deutschland wird fast jeden 3. Tag eine Frau ermordet, jede vierte Frau wird mindestens einmal im Leben Opfer von körperlicher oder sexualisierter Gewalt und mehr als jeden Tag findet eine versuchte Tötung statt. Mindestens genau bedrohlich: das oft jahrelange Martyrium aus Demütigungen, Kontrolle und Machtausübung im Vorfeld. Die Täter sind zumeist Männer, häufig Ehemänner, Partner, Ex-Partner oder Freunde.

 „Gewalt gegen Frauen passiert nicht. Sie ist keine Beziehungstat oder Familientragödie mit privaten Wurzeln“, ordnet Gevelsbergs Gleichstellungsbeauftragte Christel Hofschröer die Ursache von Männergewalt ein. Sie findet vielmehr zielgerichtet statt und ist das Ergebnis ungleicher Verhältnisse zwischen Frauen und Männern mit immer noch vorherrschenden männlichen Macht- und Besitzansprüchen. Frauen werden gedemütigt, ermordet oder misshandelt, weil sie Frauen sind.“

 Kosten häuslicher Gewalt: 3,8 Milliarden Euro

Der Schaden und das Leid für Frauen, deren Kinder und Familien ist unermesslich. Der ökonomische Schaden der Gewalt an Frauen wird in Deutschland auf 3,8 Milliarden Euro jährlich beziffert (Studie BTU, Cottbus-Senftenberg). Dafür kommt die deutsche Gesellschaft auf.

 „Gewalt an Frauen ist deshalb eine Herausforderung für uns alle, für die Politik, die Gesellschaft, für jeden Einzelnen. Wir alle sind gefordert, eine Gesellschaft mitzugestalten, in der Frauen gesehen und wertgeschätzt werden und sich Frauen und Männer auf Augenhöhe begegnen können“, so das Aktionsbündnis aus Gleichstellungs- und Frauenberatungsstellen, sowie dem Gesundheitsnetzwerk GESINE.EN im Ennepe-Ruhr-Kreis. „Oder, um es mit Starköchin Sarah Wiener zu sagen: Ein gewaltfreies Leben für Mädchen und Frauen ist kein Privileg, sondern ein Menschenrecht. Dafür gehen wir am 14.2.20 auf die Straße und laden zum Mitmachen ein.“

Eingeladen sind alle Bürgerinnen und Bürger, die sich solidarisch zeigen wollen. Wer mag kann mittanzen – dabei sein reicht aber auch!

 

Aktion: Freitag, 14.11.2020, 16 Uhr Fußgängerzone Schwelm, Bürgerplatz

 

 

Notruf und Anlaufstellen für Frauen in Krisensituationen

Gewalt droht Frauen oft gerade dort, wo sie sich besonders geborgen fühlen sollten: zu Hause. Viele betroffene Frauen schämen sich und es fällt ihnen schwer, über das Erlebte zu reden. Doch reden kann helfen. Notrufnummern und Einrichtungen, die Frauen unterstützen, sich dauerhaft aus einer Gewaltsituation zu befreien, finden Sie hier:

 

Polizei: 110

Frauenhaus.EN:  02336 6292

Frauenberatung.EN: 02336 4759091

Weißer Ring:  0151 551 647 77

Opferschutz der Polizei: 02336 91662956

Hilfetelefon „Gewalt gegen Frauen“ rund um die Uhr und in vielen Sprachen:  0800 0116016

 

Infos zum Thema häusliche Gewalt im Netz:

www.gesine-intervention.de

Das Portal informiert über regionale Unterstützungsangebote und Aktionen.

www.hilfetelefon.de

Bundesweites Hilfetelefon mit vielen Informationen rund um häusliche Gewalt auch für unterstützende Personen.

 

Stichwort Runder Tisch EN gegen Gewalt an Frauen

Der Runde Tisch EN gegen häusliche Gewalt vernetzt Fachfrauen- und Männer, die an unterschiedlichen Stellen mit gewaltbetroffenen und bedrohten Frauen und ihren Familien zu tun haben. Seit nunmehr 20 Jahren arbeiten die Mitwirkenden an einer guten Unterstützungsstruktur, um Frauen und ihren Kindern ein gewaltfreies und sicheres Leben in der Region zu ermöglichen. Ansprechpartnerin auf Kreisebene ist die Geschäftsführerin Katrin Brüninghold (Telefonnummer: 02336- 932430, E-Mail: k.brueninghold@en.kreis.de). 

 

Info und Kontakt in Gevelsberg

Weitere Informationen und Kontakte vermittelt Ihnen gerne auch die Gleichstellungsbeauftragte der Stadt Gevelsberg.