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Bahnwärterhäusschen am Poeten gehört der Vergangenheit an

„Darf ich hier meiner Freude Ausdruck verleihen, dass das unansehnliche Bahnwärterhäuschen am Poeten verschwunden ist?“, fragte Stadtältester Heinz-Walter Lingemann in der Fragestunde der letzten Ratssitzung den Bürgermeister. Damit überbrachte er zugleich ein herzliches Dankeschön vieler Vogelsangerinnen und Vogelsanger, die sich in den letzten Jahren immer wieder für den Abriss des zeitweilig als Kiosk dienenden und zuletzt zur Schrottimmobilie heruntergekommenen Gebäudes eingesetzt hatten.

Der lang ersehnte Abriss hat eine längere Vorgeschichte. Um das Gebäude entfernen zu können, bedurfte es immerhin einer eisenbahnrechtlich einwandfreien Planung zur Sicherung der im Gebäude befindlichen Schaltanlage sowie einer Zustimmung des Streckenbetreibers. Ende Januar dieses Jahres konnte das ungeliebte Gebäude dann endlich beseitigt werden.


Heinz-Walter Lingemann, der die letzte Ratssitzung aufmerksam verfolgte, hatte im Anschluss an das Plenum auch gleich eine konkrete Idee für eine sinnstiftende Nachnutzung des frei gewordenen Grundstücks parat. Hatten die Kommunalpolitiker zuvor noch lang über den richtigen Weg zu mehr Insekten- und Artenschutz diskutiert, machte Lingemann im Anschluss an die Sitzung gleich Nägel mit Köpfen. Beim Bier in der Ratskantine nahm er dem Bürgermeister spontan die Zusage ab, das etwa 150 qm große Freifeld in ein insektenfreundliches und attraktives Wildblumenfeld zu verwandeln.

Es gibt nichts Gutes, außer man tut es! - getreu diesem Motto traf man sich gestern vor Ort, um das weitere Vorgehen abzustimmen. Heinz-Walter Lingemann übergab dabei im Namen des SPD-Ortsvereins Vogelsang, dessen Ehrenvorsitzender er ist, eine Saatgutbox als „Starterkit“. Claus Jacobi versprach, die Initiative zügig umzusetzen und will bei der Einsaat auch möglichst viele Kinder beteiligen. Schließlich wolle man mit der Aktion auch das Bewusstsein für die Natur verändern und das gelinge am besten über die jüngsten Bürgerinnen und Bürger der Stadt.