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„Gevelsberg Gelau“ auf eine närrische Monarchie

Prinz Jürgen III. und Prinzessin Anja III. regieren ab sofort das jecke Volk!

Es war so ungefähr gegen 21:30 Uhr als Bürgermeister Claus Jacobi, durch den dreimaligen Federstreich, Jürgen Altena am Samstagabend ganz offiziell in den Prinzenstand erhob. Gemeinsam mit seiner Ehefrau Anja wird dieser fortan nun das karnevalistische Zepter in Händen halten. Vorbei die Zeiten einer bürgerlichen Demokratie, Gevelsberg unterliegt bis Aschermittwoch nun der närrischen Monarchie.

Unter den Augen ihrer holden Lieblichkeit Prinzessin Anja III. und der beiden Begleitern, Tina Hoppe und Vereinspräsident Diethelm Hellwig, vollzog das Stadtoberhaupt den feierlichen Akt der Inthronisierung. Als Symbol seiner Macht legte er seiner Majestät Prinz Jürgen III. die Amtskette um und überreichte ihm das närrische Zepter. Ein dreifach kräftiges „Gevelsberg Gelau“ auf das neue Prinzenpaar, welches in dieser Session aus den Reihen der Ka.Ge. Grün-Weiß Gevelsberg kommt. 

Traditionell verlas der Prinz im Anschluss dann die von ihm eigens verfassten 11. Thesen.

So heißt es im original Wortlaut:

Das Bürgermeisterbüro erstellt für das Gevelsberger Prinzenpaar eine Pressemappe mit allen aktuellen Berichten und Bildern aus der Session.

Der Mützenträger Andreas Niehues übernimmt Rosenmontag den Fahrdienst für das Prinzenpaar.

Zum Richtfest der neuen Feuerwache werden alle aktiven Karnevalisten auf Bratwurst und Pils eingeladen. 

Dirk Wenzel von der KG Hippendorf erscheint Rosenmontag als Maskottchen Jünter im Rathaus und in der Schillerstrasse 21. Emma ist auch willkommen. 

Der Bürgermeister sorgt dafür, dass zu Ehren von Günter Dabruck das Trömmelchen Rosenmontag im Rathaus zum Besten gegeben wird. Musikalische Begleitung durch die Spielleute Gevelsberg. 

Nach dem Kirmeszug lädt die KG Ächter de BierKe das Prinzenpaar und deren Begleitung auf ein paar Pils in den Kirmeskeller ein. 

Der diesjährige Prinzenorden ist auch ein Gevelsberger Städteorden. Daher beantragt der Prinz als Werbekostenzuschuß die mietfreie Überlassung der Aula Alte Geer für die Närrische Mütze. 

Hierfür spendet die KaGe Grün Weiß als Dankeschön 5 Cent pro Getränk an die Taubenväter. 

Wegen des permanenten Parkplatzmangels in der Schillerstrasse stellt die Stadt dem Prinzenpaar für die Session auf Höhe der Nr. 21 einen Prinzenparkplatz zur Verfügung.

Unser Landtagsabgeordneter Hubertus Kramer wird dem Starclub Inhaber Yogi davon überzeugen beim Frühstück der Prinzessinnen eine Käsesuppe und beim Prinzenfrühschoppen eine Gulaschsuppe zu servieren. 

Das Prinzenpaar beantragt beim Geschäftsführer Volker Weiß eine Ehrenmitgliedschaft bei der Ka.Ge. Grün Weiß. Anja die III. ist zum 2. Mal Prinzessin und Jürgen der III. hat alle 3 Auszeichnungen des Vereins inne

Nach guter alter Sitte ging Bürgermeister Claus Jacobi direkt in die Offensive und präsentierte dem Prinzenpaar seine drei, gut durchdachten Aufgaben. Gegeben zu Gevelsberg im närrischen Januar verkündet er:   

Närrische Inbesitznahme des Rupprechthauses

Nachdem die Ratsgremien den Ankauf der Rupprecht-Immobilie beschlossen haben und die zentrale innerstädtische Immobilie nun zu einem Haus aller Bürgerinnen und Bürger werden soll, dürfen die Gevelsberger Närrinnen und Narren bei der Inbesitznahme nicht nachstehen: Unter Führung des Prinzenpaares soll ein ausgewählter närrischer Stoßtrupp an einem Samstagvormittag dieser Session das Rupprechthaus kapern, alle Sicherheitsschranken bis zum obersten Parkdeck durchbrechen und als sichtbares Zeichen der Inbesitznahme des Hauses durch die Bürger die Gevelsberg-Flagge auf der Fassade des ehemaligen Kaufhauses entrollen. 

Närrische Paddelbootfahrt im Freibad

Das Gevelsberger Prinzenpaar und sein närrisches Gefolge sollen die letzten Besucherinnen und Besucher des Freibades im Stadion Stefansbachtal vor dessen großem Umbau sein. In einer vom Prinzenpaar dazu eigens zu gestaltenden Abschiedsveranstaltung hat Prinz Jürgen III. seine Lieblichkeit Anja III., so oft sie es wünsche, über das Schwimmerbecken in einem Schlauchboot hin- und herzufahren, während am Ufer venezianische Gondelmusik ertönt. Alle Narren, die es danach noch wünschen, sind vom Prinzen ebenfalls unter Erhebung eines angemessenen, an die Taubenväter zu spendenden Entgelts hin- und herzufahren. 

Närrisches Torwandschießen im Waldstadion

Das närrische Treiben soll nicht nur auf die Innenstadt beschränkt sein, sondern in alle Stadtteile ausstrahlen. Darum werden die karnevalistischen Regenten verpflichtet, den Karneval auch nach Silschede zu tragen, indem sie den Vorplatz des Waldstadions im Vorgriff auf seine bald beginnende Umgestaltung zu einem Ort des fröhlichen Treibens und der Begegnung machen. Der Prinz hat dabei auf dem großen Stadionvorplatz symbolisch „die letzte Pfütze“ trocken zu legen und im Anschluss daran ein öffentliches Torwandschießen mit Bratwurst und Freibier durchzuführen. Der Gewinner darf zusammen mit dem Prinzenpaar am Rosenmontag im Rathaus ein Karnevalslied seiner Wahl öffentlich vortragen.

 

In diesem Sinne: ein dreifach kräftiges „Gevelsberg Gelau".                             

Der Text wurde freundlicherweise breitgestellt von: André Sicks.