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Frohes neues Jahr 2020 - Jahresausblick mit Bürgermeister Claus Jacobi

Claus Jacobi: Gevelsberger City steht 2020 vor einem Quantensprung

Die Stadt Gevelsberg steht vor einem spannenden Jahr 2020. Sie wird sich in den nächsten Monaten so stark wie seit Jahren nicht mehr verändern. Eine Kommune geht mit der Zeit und macht sich fit für die Zukunft. Der Journalist Klaus Bröking sprach darüber mit Bürgermeister Claus Jacobi und Björn Remer, Fachbereichsleiter Stadtentwicklung und Umwelt der Stadt Gevelsberg.

Frage: Wenn wir uns in einem Jahr wieder im Rathaus treffen, Herr Jacobi, wie wird sich unsere Heimatstadt Gevelsberg verändert haben?
Claus Jacobi: Deutlich! Für die Weiterentwicklung der Innenstadt haben wir ein so genanntes „Integriertes Handlungskonzept“ aufgestellt. Es beinhaltet die Maßnahmen bis zum Jahr 2030, um die City noch attraktiver für unsere Bürger und Besucher von außerhalb zu machen und damit lebendig zu erhalten. Wenn in anderen Kommunen die Bürger erst nach zwei, drei oder vier Jahren etwas von den beschlossenen Veränderungen bemerken, ist das in Gevelsberg bereits nach wenigen Monaten der Fall. Das liegt daran, dass wir langfristige Projekte und daneben auch so genannte Startermaßnahmen haben. Zu den Maßnahmen, die kurzfristig sichtbare Veränderungen bringen, gehört die Umgestaltung des Vendômer Platzes.


Aber, ist nicht die Besonderheit in Gevelsberg, dass der Umbau der Innenstadt mit einer privaten Investition beginnt?
Claus Jacobi: Sie spielen auf die Umgestaltung von Kaufland an. Für mich ist das der größte Impuls, um die Anziehungskraft der City zu steigern, seit der Eröffnung des Engelbert-Tunnels und der Umgestaltung der Mittelstraße. Städteplaner sprechen davon, mehr Frequenz in die Innenstadt zu bringen. Sie meinen damit Menschen, die Freunde treffen, einkaufen, feiern, sich eine gute Küche gönnen und die Atmosphäre genießen. Die Kaufland-Investitionen sind die Früchte unserer städtebaulichen Konzepte der vergangenen Jahre. Wir haben immer kämpferisch vertreten, dass bei uns die Musik in der Innenstadt spielen muss und dazu die richtigen Bebauungspläne aufgestellt, wie zum Beispiel im Fall Praktiker. Bis heute wirkt noch die damals sehr umstrittene Verkehrsberuhigung der Mittelstraße. Aber, eins ist auch klar: Eine Innenstadt wie in Gevelsberg braucht jede zehn Jahre neue Impulse, um sie nach vorne zu bringen.


Welche Summe wird Kaufland in Gevelsberg investiert haben, wenn alles fertig ist?
Björn Remer: Es wird ein Betrag von weit über zehn Millionen Euro sein. Der wurde uns zuletzt genannt. Ich weiß nicht, ob inzwischen noch etwas hinzugekommen ist.


Eigentlich sollte der Umbau des Vendômer Platzes zusammen mit dem neuen Kaufland fertiggestellt werden. Bleibt es bei dieser Zeitplanung?
Björn Remer: Nein. Das hat unterschiedliche Gründe. Einer davon ist: Die Umbauarbeiten bei Kaufland laufen schneller als gedacht. In den Planungen sind alle Beteiligten immer davon ausgegangen, dass die Bauarbeiten am Einkaufszentrum im August oder September abgeschlossen werden können. Nun soll aber bereits im Juni das Gebäude an Kaufland übergegeben werden. Der Konzern braucht dann etwa einen Monat für die Ladeneinrichtung. Die Neueröffnung ist dann vor oder in den Sommerferien geplant. Wir werden mit dem Umbau des Vendômer Platzes nach dem Ende der großen Ferien beginnen und zum Start der Weihnachtszeit damit fertig sein.
Claus Jacobi: Dabei sprechen wir von dem Platz vor dem Eingang von Kaufland und der Anbindung durch eine Treppenanlage an die Wittener Straße. Der Rest der Neugestaltung in Richtung Rathaus und Wasserstraße wird in zwei Jahren folgen, wenn auch die innerstädtische Verkehrsplanung steht. Das haben wir immer so dargestellt. Trotzdem wird Kaufland bereits in diesem Jahr ein Quantensprung für die Gevelsberger sein. Wir bekommen eine riesige, moderne Verkaufsfläche in der Innenstadt, mit breiten Gängen zwischen den Regalen, alles behindertengerecht. Das Parkhaus bietet breitere Einstellplätze, die Einfahrt wird wesentlich komfortabler. Die City wird einladender.


Und doch machen sich die Gevelsberger schon in der Bauphase Sorgen um das Leben auf dem Vendômer Platz. Das geliebte Café, in dem man bei einer Tasse Kaffee die Menschen beobachten und treffen kann, findet keinen Platz mehr im neuen Kaufland. Wird uns nicht etwas fehlen?
Claus Jacobi: Das sehen wir auch so. Und deshalb war das von vornherein Thema bei Gesprächen mit Investoren, die gegenüber von Kaufland, also sozusagen auf der Rückseite der Mittelstraße, bauen möchte. Und wir sind auf offene Ohren gestoßen. Gesprochen wurde von Anfang an über einen Gastronomiebetrieb mit Wohneinheiten darüber. Ein Bauherr sieht das selbst als notwendige Bereicherung für Gevelsberg an. Über ein Café oder ein vergleichbares Angebot nachzudenken, ist kein Schnellschuss – das war und ist unsere langfristig angelegte Planung, die wir immer verfolgt haben.

Wie geht es weiter nach der Übernahme des Rupprecht-Hauses durch die Stadt Gevelsberg? Wann wird die neue Feuerwache fertig? Wie sieht es in Silschede aus?

Diese Fragen beantworten Bürgermeister Claus Jacobi und Fachbereichsleiter Björn Remer im nächsten Rathaus-Blog.