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Stadtumbaugebiet Berge/ Knapp und Vogelsang

Für die Stadtteile Berge-Knapp und Vogelsang wurde im Jahr 2010 durch den Rat der Stadt Gevelsberg ein Stadtteilentwicklungskonzept und auf dessen Grundlage ein Stadtumbaugebiet beschlossen. Fördermittel aus dem Bund-Länderprogramm Stadtumbau West konnten 2015 eingeworben werden. 

Geltungsbereich Stadtumbaugebiet Berge-Knapp und Vogelsang Stadt Gevelsberg
Geltungsbereich Stadtumbaugebiet Berge-Knapp und Vogelsang
Stadt Gevelsberg

Ziele des Stadtumbaus sind:
• Verbesserung und Weiterentwicklung des Wohnumfelds
• Belebung und Attraktivierung des Stadtumbaugebietes
• Bewältigung der Folgen des demografischen und wirtschaftsstrukturellen Wandels
• Beseitigung städtebaulicher Missstände
• Verbesserung der Freizeit- und Aufenthaltsqualität im Stadtteil
• Steigerung der Lebensqualität der Bewohnerinnen und Bewohner
• Förderung des Wohn- und Freizeitwertes

Um direkte, kurze Wege ins Quartier zu gewährleisten, wurde auch ein Büro des Stadtteilmanagements vor Ort eingerichtet:

Kontakt:
Stadtteilmanagement Berge-Knapp und Vogelsang 
Denise Hilgenböker & Anna Schröder
Berchemallee 136

58285 Gevelsberg
Tel.: 02332-771 340
E-Mail: stadtumbaubkv@stadt-kinder.de

Bürgerbeteiligung zum Grünkonzept Berge-Knapp

Im Rahmen des Stadtumbauprozesses in Berge-Knapp wird ein Freiraumkonzept mit Beteiligung der Bürgerinnen und Bürger erarbeitet. Das Konzept soll Möglichkeiten aufzeigen, welche die Attraktivität des Stadtteils steigern und sich dabei insbesondere mit den Freiflächen beschäftigen, die rund um den mehrgeschossigen Wohnungsbau liegen. Zudem soll die Wiese am Berger See zugänglich gemacht werden. Ziel ist es, eine Freiraumgestaltung zu erhalten, welche den Bedürfnissen der Bewohnerschaft entspricht, die Wohn- und Aufenthaltsqualität im Stadtteil und die Wahrnehmung des Stadtteils Berge-Knapp verbessert.
Bereits im September 2020 haben Bewohnerinnen und Bewohner ihre Wünsche und Vorstellungen im Rahmen von Beteiligungsaktionen einbringen können. Insbesondere Kinder und Jugendliche waren eingeladen, ihre Ideen und Bedürfnisse miteinzubringen. Der nun vorliegende Entwurf berücksichtigt die bereits mitgeteilten Wünsche und Vorstellungen. Jetzt wollen wir Ihnen diesen Entwurf vorstellen und sind gespannt auf Ihre Meinungen zu den geplanten Maßnahmen.
Teilen Sie uns gerne Ihre Ideen und Anregungen zum Entwurf mit!

*(Zur vollständigen Ansicht der Pläne klicken Sie bitte jeweils auf die Grafik) 



Im Folgenden werden einzelne Maßnahmen des Freiraumentwurfs kurz vorgestellt:

1. Aufwertung des Innen- und Außenbereichs der westlichen Geschosswohnungsbauten

Eine zentrale Idee in dem Freiraumkonzept ist es, mit einem zentralen neuen Spiel- und Erholungsangebot im Hof der westlichen Geschosswohnungsbauten die Aufenthalts- und Wohnqualität für die Bewohnerinnen und Bewohner zu verbessern. Über neue Wegeverbindungen könnten der Innenhof und die Eingänge der Gebäude aufgewertet werden. Um den Blick aus den oberen Geschossen auf die Garagendächer zu verschönern, wäre es vorstellbar, die Garagendächer zu begrünen. Zudem würde so einer Erhitzung der Flächen entgegengewirkt werden.

Als Ergebnis für die Geschosswohnungsbauten entlang der an der Berchemallee könnte somit eine der Straße zugewandte Vorderseite mit Parkplätzen und Eingängen und eine grüne Innenhofseite mit Platz zum Spielen, Begegnen und Bewegen entstehen.

2. Quartiersplatz

Die an der Berchemallee gelegenen Garagenhöfe und die Ladenzeile könnten zukünftig den Eingang in das Quartier bilden. Um diesen Bereich hervorzuheben, wäre es möglich, die Fahrbahn farblich zu pflastern. Hierdurch könnte eine Verkehrsberuhigung entstehen und ein sicheres Überqueren der Straße ermöglicht werden.
Es wird in dem Freiraumkonzept der Vorschlag gemacht, die Garagenhöfe zu offenen und begrünten Freiräumen zu entwickeln. Es wäre denkbar, die Stellplätze vor den Geschosswohnungsbauten umzugestalten und den heutigen Spielplatz an der Siedlerstraße umzunutzen. Durch diese Umgestaltung könnte auf den bisherigen Garagenhöfen Platz für nachbarschaftliche Nutzungen wie z.B. einem offenen Bücherschrank, einer weiter ausgebauten Bushaltestelle oder auch einem kleinen Wochenmarkt entstehen.

3. Kreuzung Berchemallee/ Burbecker Straße

Das Freiraumkonzept entwickelt die Möglichkeit, auf dem Eckgrundstück der ehemaligen Schlecker-Filiale ein Ärztehaus zu entwickeln – als Ersatz für die bestehende nicht barrierefreie Arztpraxis in der Ladenzeile. Im Erdgeschoss von dem Neubau könnte eine Apotheke eingerichtet werden. Vor dem Gebäude könnte ein attraktiver Aufenthaltsbereich entstehen, auf dem sich die jeder gerne aufhält.

Es besteht die Möglichkeit, auf der gegenüberliegenden Seite die heutige eher untergenutzte Grünfläche als Mobilitätsstation zu entwickeln: E-Bikes, Lastenfahrräder, Car-Sharing-Fahrzeuge und Elektroautos könnten hier zur freien Nutzung angeboten werden. Ein Teil der derzeitigen Parkplatz- und Grünfläche, der westlich an die Kreuzung angrenzt, könnte zu einem kleinen Vorplatz mit Sitzgelegenheiten sowie weiteren Grünelementen aufgewertet werden.

4. Vorplatz an der S-Bahn-Haltestelle Gevelsberg-Knapp

Um den Vorplatz an der S-Bahn-Haltestelle neuzugestalten, besteht die Idee, die derzeitige Kita mit provisorischer Erweiterung durch einen größeren Neubau weiterzuentwickeln und die Außenflächen neu zu gestalten. Die Kita würde so den aktuellen Bedarfen gerecht werden. Vor dem Neubau könnte zwischen der Burbecker Straße und dem Bahnsteigzugang ein Vorplatz mit neuen Sitzmöglichkeiten und hoher Aufenthaltsqualität entstehen.

Für einen Teil des derzeitigen P&R-Parkplatzes wirft das Freiraumkonzept die Idee auf, einen Neubau zu errichten, in dem verschiedene soziale Einrichtungen oder auch ein Bäcker vorhanden sind. In den Obergeschossen könnte Platz für neuen Wohnraum entstehen. Hinter dem Gebäude könnte ein Parkdeck für genügend Parkraum zur Verfügung stehen. Eine Mobilitätsstation könnte den Umstieg zwischen verschiedenen Verkehrsmitteln fördern. Der Zugang zum Bahnsteig Gevelsberg-Knapp könnte durch einen Aufzug barrierefrei gestaltet werden.

5. Aufwertung des Eingangsbereiches und Gestaltung der Innenbereiche und Garagenhöfe der östlichen Geschosswohnungsbauten

Das Freiraumkonzept sieht eine Verbindung der Zugänge zu den Geschosswohnungsbauten mit der Straße vor: Das Mauerwerk des Gebäudesockels und der Eingänge könnte über eine durchlaufende Mauer mit Sitzmöglichkeiten bis hin zur Straße weitergeführt werden. Auch Mülltonnenstellplätze könnten in dieser Mauer untergebracht werden.

Der Spielplatz im Innenbereich der östlichen Geschosswohnungsbauten wurde in den vergangenen Jahren erneuert. Ergänzend zum Spielplatz ist es vorstellbar, die Grünfläche mit dem Bau eines neuen Nachbarschaftstreffs noch attraktiver zu gestalten. Eine Ruheinsel und die Verbesserung der rückwärtigen Hauszugänge würden für weitere Aufenthaltsqualität sorgen. Der heute versteckt am Ende des östlichen Garagenhofs liegende Zugang zum Innenhof könnte zukünftig erhöht werden und gut einsehbar über das begrünte Garagendach verlaufen, bis er an der Straße herabgeführt werden würde.

6. Berger See

Für die Ostseite des Berger Sees ist eine Promenade mit verschiedenen Sitzgelegenheiten vorstellbar. Stellenweise könnte der dichte Bewuchs beschnitten werden, sodass ein Blick auf den See möglich werden würde. Im Norden des Sees könnte eine Rast- und Infostelle eingerichtet werden, die auf die landschaftlichen und ökologischen Besonderheiten hinweist. Die bereits bestehende Obstbaumreihe auf der Ostseite entlang des Weges könnte durch weitere Baumpflanzungen auf der Westseite zu einer beidseitigen Allee erweitert werden. Zudem könnten Holzdecks angebracht werden, die über Wege erreichbar sind und zum Verweilen einladen. Die Wiese könnte zur Berchemallee hin mit Streuobstbäumen bepflanzt werden.

Fassadenprogramm

Der Ausschuss für Stadtentwicklung, Umwelt und Wirtschaftsförderung der Stadt Gevelsberg hat am 03.07.2017 die Richtlinien über die Förderung von Maßnahmen zur Fassadenverbesserung und des Wohnumfeldes beschlossen, welche einen weiteren Baustein zur Umsetzung von Stadtgestaltungsmaßnahmen im Stadtumbaugebiet „Berge-Knapp und Vogelsang" bilden. Die Stadt Gevelsberg unterstützt dabei Fassadenarbeiten sowie Wohnumfelderneuerungen, die zu einer Aufwertung des Stadtbildes beitragen. Die Förderung wird von der Stadt unter finanzieller Beteiligung des Landes NRW gewährt. Der Geltungsbereich umfasst in diesem Programm die Hagener Straße sowie den weiteren Straßenraum der L 700 im Stadtumbaugebiet bis zur Eichholzstraße. 

Der Handlungsbedarf umfasst im Wesentlichen:

  • Aufwertung von Außenwänden und Dächern im Blickpunkt des öffentlichen Raumes
  • Herrichtung und Gestaltung von Freiflächen im Bezug zum öffentlich wahrnehmbaren Stadtraum

Voraussetzung für die Bezuschussung ist, dass die Maßnahme vor deren Ausführung mit der Stadt Gevelsberg als Fachbehörde abgestimmt, ein entsprechender Antrag eingereicht sowie bewilligt wurde und den Bestimmungen der Vergaberichtlinien nicht widerspricht. Interessierte Eigentümerinnen und Eigentümer werden gebeten, entsprechende Antragsformulare beim Fachbereich Stadtentwicklung und Umwelt, Abteilung 3.1 einzureichen. Nach Antragstellung wird der Antrag dem zuständigen Fachausschuss der Stadt Gevelsberg vorgelegt, welcher in seiner jeweiligen Sitzung über die Förderung entscheidet. 

Kontakt

Telefon: 02332 771 - 309
Fax: 02332 771 - 230
Raum: 1.06 - Nebenstelle Großer Markt 13
E-Mail: stadtentwicklung@stadtgevelsberg.de

Anschrift

Herr Knopik

Rathausplatz 1
58285 Gevelsberg




realisierte Einzelprojekte

Umgestaltung Breddepark

Planung Breddepark Stadt Gevelsberg
Planung Breddepark
Stadt Gevelsberg

Der Breddepark stellt für den Stadtteil Vogelsang einen wichtigen Freiraum sowie einen Begegnungspunkt für die Bewohner dar. Mit Unterstützung von Bund und Land durch Städtebauförderungsmittel wurde der Park im Jahr 2017/ 2018 im Rahmen eines breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozesses umgebaut. So wurden die Wegeverbindungen erneuter, Spielplatzbereiche aufgewertet und eine durchgehende Beleuchtung im Park installiert. Mit Unterstützung des Verfügungsfonds wurde im Nachgang durch bürgerschaftliches Engagement ein Urban Gardening Projekt realisiert, welches sich großer Beliebtheit erfreut. 

Verbindungsweg Berge-Knapp Vogelsang

Verbindungsweg Berge-Knapp Vogelsang Treppe Stadt Gevelsberg
Verbindungsweg Berge-Knapp Vogelsang Treppe
Stadt Gevelsberg

Der Fußweg zwischen Titan Intertractor an der L 700 und dem S-Bahnparkplatz Berge-Knapp stellt die wichtigste Fußwegeverbindung zwischen den Quartieren Berge-Knapp und Vogelsang dar. Bewohner des Stadtteils Vogelsang benutzen den Weg unweigerlich um zur S-Bahn zu gelangen, Bewohner aus Berge, um sich in Vogelsang mit Gütern des täglichen Bedarfs einzudecken. Darüber hinaus dient die Verbindung als Schulweg zur Grundschule Silschede und wird deshalb besonders stark von Kindern frequentiert. Trotz der großen Bedeutung stellte sich die Verbindung aufgrund der angrenzenden Strukturen und der geringen Beleuchtung für viele Nutzer als Angstraum dar. Mit Hilfe von Städtebaufördermitteln hat die Stadt Gevelsberg gemeinsam mit Anwohnerinnen und Anwohnern sowie Schülerinnen und Schülern eine umfangreiche Umplanung durchgeführt und schließlich im Jahr 2018 den Weg baulich deutlich aufgewertet. Durch eine erheblich hellere Beleuchtung sowie den konsequenten Rückschnitt von Unterholz konnten Angsträume beseitigt werden. Die vorhandene Topographie wurde genutzt, um mit spielerischen Elementen wie Rutsche und Kletterseilen den Höhenunterschied zu überwinden. Eine große Treppenanlage ermöglicht es zusätzlich über den Hangbereich abzukürzen. 

Bolzplatz im Langenrode

0.9.138 Stadt Gevelsberg
0.9.138
Stadt Gevelsberg

Bei der Erarbeitung des Stadtteilentwicklungskonzeptes für Berge-Knapp und Vogelsang war ein besonders von Kindern und Jugendlichen geäußerter Wunsch, Aufenthaltsflächen zu schaffen, die nicht unmittelbar zu Störungen der Nachbarschaft führen. Der in Berge gelegene Bolzplatz „Im Langerode“ bot dafür grundsätzlich gute Voraussetzungen, fristete jedoch aufgrund der Ausstattung eher ein Schattendasein. Nach einer intensiven Kinder- und Jugendbeteiligung im Jahr 2017 wurde der Bolzplatzbereich schließlich im Jahr 2018 vollständig umgebaut und erheblich aufgewertet. Der vorhandene Ascheplatz wurde durch einen attraktiven modernen Kunststoffplatz ersetzt, der aufgrund der Markierung Möglichkeiten für mehrere Sportarten bietet. Angrenzend an den Bolzplatz wurde eine große Calisthanicsanlage errichtet die von Alt und Jung gleichermaßen genutzt werden kann. 

Verfügungsfonds

Zur Förderung des bürgerschaftlichen Engagements stehen Mittel aus einem Verfügungsfonds bereit. Diese können von allen Vereinen, Initiativen, Institutionen oder Bürgern genutzt werden, um
  • Stadtfeste
  • Mitmachaktionen
  • Workshops
  • Wettbewerbe
  • Imagekampagnen
  • Informationsveranstaltungen zur Stadtentwicklung
  • Kunstausstellungen
  • Maßnahmen zur Gestaltung des öffentlichen Raums (z.B. Kunstobjekte)
  • sonstige kreative Maßnahmen, die zur Belebung und Attraktivierung des Stadtumbaugebietes beitragen,


durchführen zu können. Die Bedingungen für die Nutzung der Fördermittel aus dem Verfügungsfonds können aus den nachfolgenden Vergaberichtlinien entnommen werden. Die zuständigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadtverwaltung stehen hierzu gerne zur Information und Beratung zur Verfügung.


Stadtteilzeitung

Seit Sommer 2017 erscheint quartalsweise eine Stadtteilzeitung, die über aktuelle Themen, Veranstaltungen und Informationen rund um den Stadtumbau informiert.
Die Bürgerschaft ist dabei eingeladen, sich aktiv zu beteiligen! Gerne können Sie uns Beiträge, Ideen und Veranstaltungshinweise zur Erstellung dieser Zeitung auch telefonisch oder per E-Mail zukommen lassen.

Wir freuen uns auf Ihre Unterstützung!











Kontakt:
Stadtteilmanagement Berge-Knapp und Vogelsang
Natalie Kirsch & Nicole Lohrmann
Berchemallee 136

58285 Gevelsberg
Tel.: 02332-771 324
E-Mail: stadtumbaubkv@stadt-kinder.de