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Sandra Lindner entwirft das bunte Kleid für den Vendômer Platz

Sandra Lindner entwirft das bunte Kleid für den Vendômer Platz 

Die ersten sonnigen Frühjahrstage haben die Gevelsbergerinnen und Gevelsberger bereits aus dem Winterschlaf geweckt. Nun wird es Zeit, dass sich auch der Vendômer Platz in einem bunten Kleid zeigt. Entworfen hat das Kleid für das neue Schmuckstück in der City Sandra Lindner von den Technischen Betrieben. Drei Pläne hat die Gartenbau-Meisterin vorgelegt. Einer davon wurde von der Stadt favorisiert und wird in diesen Tagen verwirklicht. „Rund 700 Pflanzen haben wir allein für die Beete rund ums Rathaus bestellt“, erklärt Sandra Lindner.

„Das wird schön werden“, ist sich Peter Quambusch sicher, der sich schon seit über vier Jahrzehnten darum kümmert, dass es in Gevelsberg grünt und blüht. Beides wird es auf dem neuen Vendômer Platz geben. Es grünt auf den Flächen des eigentlichen Platzes: „Dort werden die Beete eingesät.“ Es blüht rund um das Gevelsberger Rathaus.

Zuerst – bereits im vergangenen Jahr – wagten die Gärtnerinnen und Gärtner der Technischen Betriebe ein Pilotprojekt vor den Sitzungssälen des Rathauses am neuen Weg zu den Hinterhöfen der Fußgängerzone. Hier wurden unterschiedliche Blumenzwiebeln gesetzt, die das ganze Jahr über eine Blütenpracht garantieren sollen. Zuerst kommen im Frühjahr die Krokusse, dann die Narzissen und so geht es weiter. „Wenn es so funktioniert, wie wir es uns vorstellen, werden wir solche Beete auch an anderen Stellen in Gevelsberg anlegen,“ verspricht Gärtnerin Sandra Lindner. Es wird spannend für sie und die Bürgerinnen und Bürger, die sich an Blumen erfreuen können.

Danach kehrten die 45 Rosenstöcke auf die Plattform vor dem Rathaus zurück, die Vendôme in Frankreich Gevelsberg anlässlich des Jubiläums der Städtepartnerschaft geschenkt hatte. Nun kommen die Beete am Aufgang zur Plattform an die Reihe. Zwei Ulmen sind zunächst gepflanzt worden. Die Namen der Stauden und Sträucher, die noch kommen werden, klingen romantisch: Da haben wir nicht nur die Zaubernuss, sondern auch den Liebesperlenstrauch, den Sonnenhut und das Mädchenauge. Aber auch Hibiskus und Lavendel dürfen nicht fehlen. Ergänzt wird das natürliche und bienen- sowie insektenfreundliche Arrangement durch unterschiedlich hohe Gräser. Die Ränder werden unter anderem mit kleinwüchsigen Tulpen bepflanzt. „Die sind unempfindlicher und pflegeleichter als ihre großen Brüder“, erklärt Peter Quambusch.

Abgedeckt wird das Beet mit Vulkan- oder auch Lavasplitt. Der speichert das Wasser genauso wie die Hitze. „Das dürfen wir nicht mit Schotter verwechseln. Lavasplitt ist ein reines Naturprodukt“, erklärt Gartenbau-Meisterin Sandra Lindner. Und ein wenig Geduld sollten die Bürgerinnen und Bürger auch mitbringen: „Wenn die neuen Beete bepflanzt sind, dann müssen sie sich erst einmal entwickeln.“
Bei der Bepflanzung müssen die Mitarbeiterinnen und MItarbeiter der Technischen Betriebe auch auf die Zweckmäßigkeit achten. So stehen am Rand des Beetes zum Beispiel drei Fahnenmasten, die problemlos zu erreichen sein müssen, wenn geflaggt wird - hoffentlich mehr für freudige als traurige Anlässe.

Die Bepflanzung des Vendômer Platzes ist in diesem Jahr zusätzliche Arbeit für die Kolleginnen und Kollegen der Technischen Betriebe. Schließlich wollen sie auch die anderen Bäume, Sträucher, Stauden und Blumen nicht vernachlässigen, die die Stadt ein gutes Stück liebenswürdiger machen.

Wenn Sandra Lindner und Peter Quambusch von ihrer Arbeit in den öffentlichen Gevelsberger Gärten erzählen, dann ist ihre Begeisterung für die Natur in jedem Wort zu spüren. Die Frage nach ihrer Lieblingsblume beantwortet Sandra Lindner ganz einfach: „Alles, was ich in den Boden pflanze.“ Nur eine Bitte haben die beiden an die Menschen, für die sie Gevelsberg schöner machen: „Man muss nicht durch die Blumenbeete laufen. Das ist eine Unart, die immer mehr zunimmt. Keiner will doch die niedergetretenen Blumen sehen.“