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Spendenaufruf: Gevelsbergs polnische Partnerstadt Sprottau bittet um Hilfe für die Ukraine

Letztmöglicher Abgabetermin: 19.03.2022! 

Bürgermeister Claus Jacobi hat in dieser Woche seinen Kollegen Miroslaw Gasik aus der polnischen Partnerstadt Sprottau angeschrieben und ihm die Hilfe der Stadt Gevelsberg bei der großen Herausforderung angeboten, vor der polnische Kommunen, wie Sprottau, derzeit im Zusammenhang mit der Flüchtlingsbewegungen stehen. Bekanntlich emigrieren hunderttausende Ukrainer vor allem ins Nachbarland Polen, sodass dort große humanitäre Kraftanstrengungen und Problemstellungen gemeistert werden müssen. Insofern hat Bürgermeister Claus Jacobi der Partnerstadt die Hilfe der Gevelsbergerinnen und Gevelsberger als Ausdruck europäischer Solidarität in dieser schweren Krise zugesagt.

Die Rückmeldung aus Sprottau kam prompt: Bürgermeister Miroslaw Gasik bedankte sich am Folgetag in seinem Antwortschreiben für die gelebte Solidarität der Gevelsbergerinnen und Gevelsberger. „Ein polnisches Sprichwort besagt, dass man wahre Freunde erst in Zeiten der Armut erkennt“, begann Gasik sein Schreiben und erläuterte, dass auch in Sprottau bereits seit einigen Tagen eine große Flüchtlingsbewegung zu verzeichnen sei. Darüber hinaus pflege Sprottau seit 2016 eine Städtepartnerstadt mit der ukrainischen Stadt Uman. Diese Stadt ist in der Mitte der Ukraine gelegen und hat Sprottau bereits um Unterstützung bei der Organisation von Hilfsgütern gebeten. Bürgermeister Miroslaw Gasik hat in Sprottau bereits ein Spendenlager errichten lassen und freut sich, wenn Gevelsberg dieses mit unterstützt. Zu diesem Zweck hat die Sprottauer Stadtverwaltung eine Liste mit konkret benötigten Gütern übersendet.

Bürgermeister Claus Jacobi appelliert daher an die Gevelsbergerinnen und Gevelsberger, sich an der Spende der benötigten Güter zu beteiligen. Benötigt werden insbesondere

  • Hygieneprodukte (z.B. Shampoo, Duschgel, Seife, Binden, Babywindeln, Geschirr- und Bodenreiniger, Zahnpasta, Zahnbürsten, Kämme, Toilettenpapier, Feuchttücher)
  • sowie haltbare Lebensmittel (z.B. Reis, Mehl, Nudeln, Milch, Öl, Konserven, Gewürze, Getreide, Babynahrung, Kaffee, Tee, Wasser) in geschlossenen Gebinden und unter Beachtung des Haltbarkeitsdatums,
  • sowie originalverpackte (wenn auch abgelaufene) Verbandskästen und
  • funktions- und leistungsfähige Stromgeneratoren.
  • Benötigt werden außerdem funktionsfähige Rehabilitationsmittel wie Gehhilfen („Krücken“) oder Rollstühle und Rollatoren.
  • Für die Verpackung werden darüber hinaus leere Umzugskartons benötigt.

Die Spenden können Montags bis Samstags, täglich in der Zeit von 10.00 bis 18.00 Uhr im Stadion Stefansbachtal abgegeben werden. Anschließend werden die Waren direkt in die polnische Partnerstadt gefahren. Die Stadt Gevelsberg bittet darum, von darüberhinausgehenden Sachspenden abzusehen.


Bürgermeister Claus Jacobi kann sich bei dieser wichtigen Gevelsberger Hilfsaktion voll und ganz auf die Unterstützung der Haupt- und Ehrenamtlichen Kräfte der Gevelsberger Feuerwehr verlassen, die sich in den nächsten Tagen maßgebliche an der Organisation der Hilfsgütersammlung und dem Weitertransport nach Sprottau beteiligen wird. Bereits Dienstagmorgen soll ein erster Hilfstransport in Richtung Polen starten. Auch der Vorsitzende des DRK-Ortsvereins Gevelsberg, Hans-Günther Adrian, hat dem Bürgermeister seine volle Kooperation und Unterstützung in dieser wichtigen Angelegenheit zugesagt. So werden die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer der Kleiderkammer Kleiderspenden für den Versand nach Sprottau packen. Dies hat den Vorteil, dass die hygienischen Standards hier ohne Probleme eingehalten werden können.

Ferner hat die Stadt Gevelsberg ein Spendenkonto eingerichtet, auf welchem Geldspenden eingehen können. Von diesem können anschließend noch fehlende Hilfsgüter eingekauft oder Geldspenden nach Sprottau weitergeleitet werden. Eine erste Spende ist bereits eingegangen: Auch die Gevelsberger Taubenväter unterstützen die Aktion mit einem nicht unerheblichen Beitrag, dem sich möglichst viele Gevelsbergerinnen und Gevelsberger anschließen sollten.

Ab Samstag, 05. März sind Geldspenden unter dem
Stichwort „Stadt Gevelsberg Ukraine-Hilfe Sprottau - 90022590“ an das Konto
IBAN DE 33 4545 0050 1000 0124 74
bei der Sparkasse an Ennepe und Ruhr möglich.

„Mit großer Sorge beobachten wir alle die derzeitigen weltpolitischen Entwicklungen, die der schreckliche Angriffskrieg auf die Ukraine hervorgerufen hat. In einer solchen Lage ist die Aufnahme von Flüchtlingen, die Schutz vor den furchtbaren Ereignissen bei ihren europäischen Freunden suchen, für uns alle selbstverständlich. Polen ist mit seiner unmittelbaren Nähe zur Ukraine als Nachbarland die erste Anlaufstation der geflüchteten Menschen, was mich dazu veranlasst hat, unserer Partnerstadt Sprottau unsere vollumfängliche Hilfe anzubieten. Unsere Städtepartnerschaft ist geprägt von Freundschaft – Freunde stehen einander bei, helfen einander, unterstützen sich gegenseitig. Bitte unterstützen Sie unsere polnischen Freunde bei der Bewältigung dieser großen humanitären Kraftanstrengung und beteiligen Sie sich an dem Spendenaufruf der dringend benötigten Güter.
Mir ist bewusst, dass unsere Möglichkeiten zur Linderung des menschlichen Unglückes und des Schmerzes, den die Menschen in der Ukraine derzeit erfahren müssen, beschränkt sind. Wir möchten den betroffenen Menschen jedoch gemeinsam beistehen und beweisen, dass Solidarität und Zusammenhalt immer mächtiger sind als Hass und Krieg. Lassen Sie uns gemeinsam als Europäer und als Freunde für sie da sein. In diesen für uns alle schwierigen Zeiten wünsche ich mir, dass die Menschen in Sprottau und Gevelsberg, egal welcher Nationalität sie angehören, unsere Freundschaft und Solidarität spüren.“ so Bürgermeister Claus Jacobi.

Update 06. März 2022: 
Seit gestern können täglich in der Zeit von 10 bis 18 Uhr Spenden im Stadion Stefansbachtal abgegeben werden, welche anschließend direkt in die polnische Partnerstadt Sprottau und von dort aus weiter in die Ukraine transportiert werden.
Die Resonanz ist bereits nach dem ersten Tag überwältigend stellten Bürgermeister Claus Jacobi sowie Kämmerer und Fachbereichsleiter Andreas Saßenscheidt (auf dem Foto nur mit einem kleinen Teil der Spenden zu sehen) bei ihrem Besuch am Sonntagmittag fest.
Großer Dank gilt an dieser Stelle allen Spenderinnen und Spendern sowie insbesondere den Kolleginnen und Kollegen von Feuerwehr und Verwaltung, welche täglich vor Ort sind und die Spendenannahme koordinieren.



Update 08. März 2022: 

Der erste vollgepackte LKW (Herzlichen Dank noch einmal für die kurzfristige Hilfe an Schmidt-Gevelsberg GmbH) macht sich gemeinsam mit zwei Kleintransportern heute früh auf den Weg von Gevelsberg in die polnische Partnerstadt Sprottau, um die seit Samstag gesammelten Spenden abzuliefern. Einen Transporter bringen Bürgermeister Claus Jacobi und Kämmerer und Fachbereichsleiter Andreas Saßenscheidt persönlich in die Partnerstadt, um vor Ort zu helfen und abzusprechen, was wir weiter tun können um unsere Freunde zu unterstützen. 

Update 09. März 2022: 

Die Delegation ist gut in Sprottau angekommen, das Ausladen beginnt bereits: Bürgermeister Claus Jacobi und sein polnischer Amtskollege Miroslaw Gasik packen genauso mit an wie Fachbereichsleiter Andreas Saßenscheidt, Falk Ramme und Stephan Breger (das künftige Führungsduo der Gevelsberger Feuerwehr), ihre polnischen Kameraden sowie Schülerinnen und Schüler.
Ein LKW sowie zwei Kleintransporter vollbepackt mit den großzügigen Spenden der Gevelsbergerinnen und Gevelsberger können heute bereits in der Lagerhalle abgeladen werden. Von hier aus werden sie laut Miroslaw Gasik am Wochenende weiter in die ukrainische Partnerstadt von Sprottau transportiert. Die Freude und der Dank sind riesengroß, dass Gevelsberg so schnell auf den Hilferuf ihrer Partnerstadt reagiert hat. Dies wird nicht die letzte Lieferung von Spendengütern gewesen sein: Das Spendensammeln im Stadion Stefansbachtal geht weiter (Montags bis Samstags, 10.00 bis 18.00 Uhr). 


Update 18.03.2022

Vorerst letzter Tag der Spendensammlung ist dern 19.03.2022. In der darauffolgenden Woche werden die Güter in einem zweiten Transport nach Sprottau gebracht. Über einen möglichen Wiederbeginn der Spendensammlung wird an dieser Stelle berichtet.