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Internationaler Frauentag in Zeiten des Umbruchs

 Gleichstellungsbeauftragte, LWL und VHS EN-Süd laden zu Begegnungen ein

Der Internationale Frauentag fällt in diesem Jahr in eine besondere Zeit des Umbruchs. „Einerseits hat sich die Pandemie an vielen Stellen auf das Leben von Frauen und Familien ausgewirkt und unsere Arbeitswelt verändert. Anderseits erleben wir jetzt mit dem Einmarsch Putins in die Ukraine eine Zeitenwende, die sich weltweit und auf alle gesellschaftlichen Bereiche vor Ort auswirken wird“, beschreiben die Akteurinnen rund um den Internationalen Frauentag die besondere Herausforderung in diesem Jahr. „Wir möchten jetzt die Gelegenheit nutzen, um uns miteinander auszutauschen und zu beraten, wie Frauen diesen Entwicklungen begegnen und den Wandel gestalten können und wollen.“

Hierzu laden die Gleichstellungsbeauftragten und die VHS im Ennepe-Ruhr-Südkreis mit Partnerinnen zu Begegnungen vor Ort und im Netz ein. Die ursprüngliche Großveranstaltung im Ennepetaler Industriemuseum hatten die Akteurinnen pandemiebedingt abgesagt und auf kleinere Zusammenkünfte gesetzt. Das Motto „Wir wollen in Kontakt bleiben“.

Anlässe gibt es in Ennepetal, Gevelsberg, Schwelm und kreisweit virtuell. Denn auch das ist ein Ergebnis der Pandemie: Synergien durch digitale Veranstaltungsformate und neue Kooperationen.

sperrangelweit – digitaler Raum für emanzipierte Zwischenrufe

Gemeinsam mit dem LWL-Industriemuseum Henrichshütte, dem Netzwerk W(iedereinstieg) EN und dem Bunten Salon starten die kommunalen Gleichstellungsbeauftragten eine neues Veranstaltungsformat. Mit „sperrangelweit – dem digitalem Raum für emanzipierte Zwischenrufe“ wollen sie künftig mit einstündigen Impulsen die Debatte für mehr Geschlechtergerechtigkeit kreisweit ankurbeln.

Auftaktveranstaltung: Frauen in Zeiten von Corona

Den Auftakt anläßlich des Internationalen Frauentages macht Barbara von Würzen von der Bertelsmann-Stiftung. Wie die Pandemie Frauenleben und die Rollenverteilung verändert hat und was zu tun bleibt, darüber berichtet die Impulsgeberin in ihrem Online-Beitrag. „Beide, Frauen und Männer haben deutlich mehr Zeit zuhause verbracht und werden dies vermutlich in einer veränderten Arbeitswelt auch weiterhin tun“ so die Expertin. Aber mit welchen Folgen für das Privatleben von Frauen, Partnerschaften und Familien, ihrem beruflichen Alltag und den Karrierechancen? Den Link zur kostenlosen Veranstaltung am 9.3. von 18-19 Uhr gibt es unter gleichstellung@hattingen.de.

Dokumentarfilm per Stream: „Woman – 2000 Frauen. 50 Länder. 1 Stimme“ 

Alleine, zu zweit oder mit Freundinnen und Feunden zuhause – zusammen mit den Kolleginnen in Herdecke und Wetter laden die Salonfrauen zum Film per Stream ein. „Was es bedeutet, heute eine Frau zu sein, beleuchtet der Dokumentarfilm Woman, für den 2000 Frauen aus 50 Ländern befragt wurden. Die Frauen erzählen Geschichten aus ihrem Leben, über Bildung, Ehe, Sexualität, Mutterschaft, finanzielle Unabhängigkeit und ihren alltäglichen Kämpfen. Interessierte können sich den Film ab dem 11.3. ab 18 Uhr für 48 Stunden ansehen. Den kostenlosen Link dazu gibt es unter van-norden@sprockhoevel.de

Wanderausstellung zu Flucht und Vertreibung in Schwelm

Leider brandaktuell: Was es heißt, flüchten zu müssen, thematisiert eine Wanderausstellung der Ennepetaler Gleichstellungsstelle, die in der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel in Schwelm bis zum 9.4. gezeigt wird. Neun Frauen unterschiedlicher Generationen erzählen ihre persönlichen Lebensgeschichten und setzen ein Statement gegen Krieg. Ausstellungseröffnung am 12.03. um 11 Uhr in der Sparkasse Schwelm-Sprockhövel, Hauptstraße 63 in Schwelm.

Ausstellung zu jungen Frauen in Technik und Frauen- und Mädchenaktionstag in Ennepetal

In Ennepetal zeigen junge Frauen, was in Technik, Handwerk, Naturwissenschaften und in der Informationstechnologie geht. Eine Woche später am 12.3. sind Mütter und Töchter im Rahmen des Frauen- und Mädchenaktionstages im Mehrgenerationenhaus u.a. zu einem Visionboard-Kurs eingeladen. Um 18 Uhr beschreibt Referentin Claudia Eckhoff vom Eine Welt Netz NRW, warum Geschlechtergerechtigkeit eines der 17 großen Nachhaltigkeitsziele ist und wie dieses z.B. mit fairem Handel umgesetzt werden kann. Ausstellung „Neues Ausprobieren“ vom 4. bis zum 17.3. in der Stadtbücherei. Frauen- und Mädchenaktionstag am 12.3., Vortrag zu Geschlechtergerechtigkeit um 18 Uhr.  Kontakt: ndaeumig@ennepetal.de und afaenger@enneptal.de (Aktionstag).

Abschluss mit „echten Begegnungen‘“ und musikalischer Lesung zu Annette von Droste-Hülshoff in Gevelsberg

Die Schauspielerin Maria Wolf und die Pianistin Marielen Laufenberg-Simmler setzen der „jungen Wilden“ Annette von Droste-Hülshoff  an diesem Spätnachmittag im Bürgerhaus Alte Johanneskirche ein Denkmal. Mit ihrer unkoventionellen und vorlauten Art eckte diese bereits früh an. Schreiben will sie, lieben, geliebt werden und gleichberechtigt sein, was einem Fräulein zu damaliger Zeit nicht erlaubt war. Zum Abschluss des Frauenmärzes am 20.3. um 17 Uhr freuen sich alle Akteurinnen zusammen mit dem Bürgerhaus Alte Johanneskirche auf echte Begegnungen und laden zu Sekt und Selters ein. Anmeldung unter www.vhs-ennepe-ruhr-sued.de, Kurs-Nr. 4069U, Eintritt 6 Euro