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"Gemeinsam stark gegen Häusliche Gewalt": Runder Tisch lädt zu Gesprächen ein

Pressemitteilung des Ennepe-Ruhr-Kreises 

Über 1.000 Menschen haben in den vergangenen Wochen an der Befragung des Runden Tisches EN gegen Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt teilgenommen. "Das ist ein starkes Zeichen gegen Gewalt an Frauen und miterlebende Kinder und ein tolles Signal für eine couragierte Bürgerschaft im Ennepe-Ruhr-Kreis", bewertet Landrat Olaf Schade in seiner Rolle als Schirmherr des Runden Tisches die Resonanz.

Die Ergebnisse der Befragung wollen die Akteurinnen und Akteure des runden Tisches zwischen Mitte November und Anfang Dezember in sechs Stadtgesprächen vorstellen. Dann informieren sie darüber, wie Bürgerinnen und Bürger die Situation im Ennepe-Ruhr-Kreis erleben und in welchem Umfang die Befragten über Gewalt im privaten Umfeld berichten, ob Anlaufstellen bekannt sind und über welche Aspekte des Themas mehr Wissen gewünscht wird.

"Vor Ort und im Gespräch geht es uns dann aber auch darum, weitere Schritte zu beraten", kündigt Christel Hofschröer, Geschäftsführerin des Runden Tisches an. Beispielhafte Fragen für die Diskussionen lauten: Wie stärken wir die Städte, um Gewalt in Partnerschaften und anderen Beziehungen wirksam bekämpfen zu können? Werden Personen wenn sie Gewalt erleben im Anschluss gut versorgt? Was können wir als Gesellschaft machen, um alle frühzeitig für ein Leben in gegenseitigem Respekt zu stärken?

Die Gespräche in Ennepetal, Gevelsberg, Hattingen, Herdecke, Wetter und Witten stehen unter dem Motto "Gemeinsam stark gegen Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt!". Damit verbunden ist auch die klare Aufforderung, das Menschenrecht auf ein gewaltfreies Leben gemeinsam umzusetzen. Die Mitwirkenden am Runden Tisch setzen wie bisher auf eine starke Bürgerbeteiligung und werben mit der Möglichkeit, die eigene Stadt mitgestalten zu können.

"Für uns", so Hofschröer, "sind die Befragung und die Stadtgespräche in Kombination mit Fachgesprächen Teil der gerade laufenden Neuaufstellung des Runden Tisches. Nach mehr als 20 Jahren engagierter und erfolgreicher Unterstützungs- und Lobbyarbeit wollen wir Gewalt gegen Frauen zukünftig noch wirksamer und frühzeitiger bekämpfen."

Gastgeberinnen der Stadtgespräche sind die Gleichstellungsbeauftragten vor Ort, für die Teilnahme gelten die Vorgaben der 3G (geimpft, getestet, genesen) Regel.

In Gevelsberg findet das Stadtgespräch am Mittwoch, 17. November, ab 17 Uhr im Rathaus statt. 

Informationen und Anmeldungen erhalten Sie bei der Gleichstellungsbeauftragten Christel Hofschröer. 


Stichwort Runder Tisch EN und Istanbulkonvention

Am Runden Tisch EN gegen Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt engagiert sich ein breites Bündnis verschiedenster Einrichtungen für eine gute Versorgung von Frauen und Kindern im Ennepe-Ruhr-Kreis, die Gewalt erleben.

Zu ihnen gehören die Opferschutzbeauftragten der Polizei, das Frauenhaus und die Frauenberatungsstelle, pro familia mit der Kinder- und Jugendschutzambulanz KIZZ in Schwelm und der Fachberatungsstelle bei sexualisierter Gewalt Horizonte in Witten, Familienberatungsstellen, das Gesundheitsnetzwerk GESINE, die Diakonie, (Staats-)Anwältinnen, der Weisser Ring, sowie Mitglieder aus Jugendämtern, Gleichstellungsstellen, Kinderschutzbund und Politik. Schirmherr ist Landrat Olaf Schade.

Informationen zum Thema Gewalt an Frauen und Häusliche Gewalt sowie zu regionalen Beratungsangeboten - auch für Männer - finden sich unter www.gesine-intervention.de.