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Ein Beruf mit vielen Chancen: Neue Auszubildende bei der Stadt

Ein Beruf mit vielen Chancen: Neue Auszubildende bei der Stadt 

Wandern gehört auch zur Ausbildung. Maya Kalafut, Luca Garske und Pit Taake sind neu im Gevelsberger Rathaus. Ein dreistündiger Spaziergang stand für das Trio auf dem Dienstplan. Zusammen mit den Auszubildendenvertreterinnen Patrizia Balzer und Jessica Demmer wurde hierbei die Kommune erkundet, für die sich die jungen Leute künftig einsetzen wollen.

Behördenwege sind eben lang und dauern immer ewig? „Nein, das ist das Erste, was ich mitbekommen habe: Ein Antrag liegt nicht Wochen auf einem Stapel, bis er bearbeitet wird. Um eine fundierte Entscheidung treffen zu können, ist es jedoch manchmal notwendig, dass mehrere Sachbearbeiter daran arbeiten. Das kann dann unter Umständen auch einmal länger als ein bis zwei Tage dauern.“, erinnert sich Jessica Demmer an ihren Start bei der Stadtverwaltung. Für die 28-Jährige ist es bereits die zweite Ausbildung. Acht Jahre hat sie als Bankkauffrau gearbeitet, wollte sich dann aber nochmal beruflich umorientieren. Da war die duale Ausbildung, die von der Gevelsberger Stadtverwaltung angeboten wird, das Richtige für sie. Die dreijährige Ausbildung verbindet das Studium an der Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW mit fachpraktischen Einsätzen in der Behörde.

Auch für Pit Taake war die Ausschreibung der Stadt Gevelsberg im Internet die Chance, auf einen zweiten Zug bei der Berufswahl aufzuspringen. „Ich habe Geschichte und Archäologie studiert. Die Jobaussichten wurden aber immer schlechter.“ Für den Gevelsberger bot sich bei der Stadt die Möglichkeit, heimatnah arbeiten zu können. Zu seinem Arbeitsplatz braucht er nur zehn Minuten. In welcher Abteilung er später einmal arbeiten möchte, hat der 23-Jährige noch nicht für sich entschieden: „Ich habe ans Bauamt gedacht. Bei unserem Besuch bei den Technischen Betrieben kamen mir die Aufgaben dort aber auch spannend vor“, sagt er. Wie die Wanderung durch Gevelsberg gehört der Besuch der Technischen Betriebe zur Einführungswoche für die Auszubildenden.

Das sei ein Vorteil ihrer Berufswahl, versichern die Auszubildenden der Stadt. In einem Rathaus gibt es so viele unterschiedliche Bereiche, die ganz unterschiedliche Aufgaben an die Menschen stellen, die dort arbeiten: Von der Organisation der Gevelsberger Kirmes bis zur Schulverwaltung. Im Seniorenbüro wird den älteren Gevelsbergern das Leben leichter gemacht und die Frühen Hilfen stehen frisch gebackenen Eltern zur Seite. In der Kämmerei wird darauf geachtet, dass alles auch finanzierbar ist.

Maya Kalafut fragt sich noch, ob ihr die Arbeit im Jugendamt Spaß machen würde: „Einerseits reizt mich, jungen Menschen zu helfen, andererseits weiß ich nicht, ob ich deren Schicksal nicht zu nahe an mich heranlasse. Das wäre nicht ideal.“ Die 18-Jährige wurde von der Berufsberatung des Arbeitsamtes nach dem Fachabitur auf die Ausbildung zur Verwaltungsfachangestellten hingewiesen. Auch ihre Ausbildung dauert drei Jahre und findet neben der Berufsschule und dem Studieninstitut in Hagen ebenfalls mit fachpraktischen Einsätzen im Rathaus statt. Ihre Mitschüler hätten ihr gratuliert, als sie die Zusage der Stadt Gevelsberg erhalten habe: „Sie wissen, dass bei fast allen Arbeitgebern die Chance nicht groß ist, in einem Beruf alt zu werden, wenn man es selbst möchte.“

Patrizia Balzer und Luca Garske haben fast dieselben Gründe eine duale Ausbildung im öffentlichen Dienst zu machen. „Ich habe Französisch und Englisch studiert. Das war aber alles sehr theoretisch. Bei den Vorlesungen konnten wir die Sprachen zum Beispiel kaum anwenden“, sagt Patrizia Balzer. Ihr Bruder habe die 25-Jährige auf die Ausschreibung der Stadt Gevelsberg hingewiesen: „Das wäre doch etwas für Dich.“ Bereut hat sie den Schritt nicht. Luca Garske wollte eigentlich Jura studieren: „Dann habe ich aber gemerkt, dass ich nach der Schule lieber ein Studium machen möchte, dass auch Praxisinhalte bietet.“ Sein Vater arbeitet bereits für die Stadt Gevelsberg. Er hat seinem Sohn geraten: „Dann komm‘ doch zu uns.“

Zum Start der Ausbildung und auch um sich untereinander kennen zu lernen, besuchten die drei neuen Auszubildenden zusammen mit Patrizia Balzer und Jessica Demmer von der Jugend- und Auszubildendenvertretung einen Escape-Room in Hagen und knobelten sich gerade noch rechtzeitig in Teamarbeit aus dem Raum raus. Außerdem standen ein Besuch der Technischen Betriebe sowie das Kennenlernen der neuen Hauptfeuerwache auf dem Programm.

Wer Interesse an einer Ausbildung bei der Stadt Gevelsberg hat, der kann sich hier über die Möglichkeiten informieren.

Schon bald startet die Bewerbungsphase für das kommende Ausbildungsjahr 2022.