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Coronahelden Gevelsberg

Restgelder fließen in das Projekt „Spielen und Lernen“ sowie die Unterstützung Gevelsberger Einzelhändler

Im vergangenen Jahr, zu Beginn der Corona Pandemie, spendete der Profifußballer des RB Leipzig und Nationalspieler Lukas Klostermann seiner Heimatstadt 100.000 Euro.
Das Projekt Coronahelden verband eine monetäre Zuwendung an lokale Unternehmen und Einzelhändler als Coronahilfe mit einer gleichzeitigen Gutscheinspende als Dank an die örtlichen Coronaheldinnen und -helden. Das Projekt fand in Gevelsberg so viel Zustimmung, dass die Spendensumme, die letztlich verteilt wurde, von weiteren Spenden aufgestockt wurde und binnen kürzester Zeit zusätzlich mehr als 18.000 Euro zusammenkamen.

Insgesamt konnte so 69 Unternehmen und Einzelhändlerinnen und Einzehändlern eine Coronahilfe ausgezahlt werden, während gleichzeitig über 800 Coronaheldinnen und -helden ein kleines Dankeschön für ihren Einsatz entgegengebracht werden konnte. Ermöglicht wurde das Projekt durch die großzügige Spende von Lukas Klostermann in Höhe von 100.000 €, die der Fußballprofi seiner Heimatstadt Gevelsberg gespendet hat, um heimische Betriebe und Einzelhändler die durch Corona in eine wirtschaftliche Schieflage geraten sind, zu unterstützen und zudem um Menschen, die in Gevelsberg in einem systemrelevanten Beruf arbeiten für ihren unschätzbaren Dienst zu danken.

Die Aktion löste in der gesamten Stadt ein außerordentliches Wir-Gefühl aus und zeigte einmal mehr, dass Solidarität in Gevelsberg gelebte Praxis ist.

Die bei der Aktion im vergangenen Jahr übrig gebliebenen Restmittel sollten ursprünglich in ein großes Grillfest mit allen Beteiligten Einzelhändlern, Unternehmen sowie Coronaheldinnen und –helden fließen. Da die Corona-Pandemie aber auch in 2021 weitreichende Einschnitte in unseren gesellschaftlichen Alltag hervorbrachte, konnte dieser Plan bedauerlicherweise nicht umgesetzt werden.

Das Team rund um Initiator Lukas Klostermann hat sich daher in den vergangenen Wochen viele Gedanken um die Verwendung noch zur Verfügung stehender Restmittel gemacht und dabei gemeinsam mit dem Büro für Vielfalt und Zukunftschancen der Stadt Gevelsberg ein neues Projekt initiiert:

„Spielen und Lernen“ – Ferienprogramm für Grundschulkinder

Insbesondere die Kleinsten unter uns haben durch die Pandemie weitreichende Einschnitte hinnehmen müssen. Der Wechsel von Präsenz- und Distanzunterricht, digitales Lernen, selbstständiges Lernen, kein Kontakt zu Gleichaltrigen und Freunden haben das Durchhaltevermögen unserer Kinder massiv gefordert. Nicht immer konnten alle Kinder dem Unterricht so folgen, wie sie es im Präsenzunterricht gekonnt hätten, nicht immer konnten Defizite vermieden werden. Genau hier setzt das Ferienprogramm für Grundschulkinder an, welches dank der Restmittel aus dem Projekt „Coronahelden“ stattfinden kann.

Ziel des Programms ist es, coronabedingte Lernlücken insbesondere bei leistungsschwächeren und/oder sozial benachteiligten Kindern weitestgehend zu schließen und den aus der langen Isolation bedingten, psychosozialen Problemen entgegenzuwirken. Lernen soll hierbei in einem umfassenden Sinne verstanden werden.

An jeder Grundschule werden eigene Gruppen gebildet, die 10-15 Kinder umfassen und die in dem Programm von jeweils zwei Lehramtsstudenten begleitet werden. Die Auswahl der infrage kommenden Kinder erfolgt über die Klassenlehrer. Hierbei werden vorrangig Kinder der zukünftigen Jahrgangsstufe 4 eingeladen, da diese im Hinblick auf den im kommenden Jahr anstehenden Schulwechsel bestmöglich vorbereitet werden sollen. Die Klassenlehrerinnen und –lehrer erstellen für ihre teilnehmenden Schülerinnen und Schüler eine Kurzinfo über den jeweiligen Förderbedarf. Diese Informationen werden den Lernbegleiterinnen und Lernbegleitern zwecks individueller Betreuung zur Verfügung gestellt.

Der Start in den Tag erfolgt mit einem gemeinsamen, ausgewogenen und gesunden Frühstück, während sich Phasen des Lernens stets mit Phasen des gemeinsamen Spielens und Bewegung abwechseln werden.

Das Projekt war ursprünglich bereits für die Osterferien geplant, musste dann aber aufgrund der Coronafallzahlen verschoben werden.

Dank weiterer Unterstützer kann das Projekt nun sogar ein weiteres Mal in den Sommerferien angeboten werden, um so doppelt so vielen Kindern die Möglichkeit zu geben - auch mit Rücksicht auf eventuell bereits gebuchte Urlaube der Familien - von dem Angebot zu profitieren.

Unterstützung der Einzelhändler

Die darüber hinaus aus „Coronahelden“ übrigen Mittel in Höhe von 3.000 Euro möchte das Team um Lukas Klostermann gerne in das von ProCity durchgeführte Gutscheinprojekt für lokale Einzelhändler geben, welches durch die Zaubershow von Marc Weide initiiert wurde.

Das gesamte Team freut sich, dass die Gelder somit endgültig und auch ihrem ursprünglichen Zweck entsprechend unmittelbar unserer Stadt und den hier lebenden Menschen zugutekommen können.