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Bürgermeister Claus Jacobi zu Gast bei Roigk: In Gevelsberg wird Spaß rund ums Wasser produziert

Bürgermeister Claus Jacobi zu Gast bei Roigk: In Gevelsberg wird Spaß rund ums Wasser produziert

Gevelsberg baut ein neues Freibad. Gut, wenn man jemanden in den eigenen Reihen hat, der sich damit auskennt. Und Gevelsberg hat sogar einen Spezialisten, der Schwimmbäder im gesamten deutschsprachigen Raum, aber auch in den Benelux-Ländern, Frankreich, Skandinavien und sogar in Bahrain Anziehungskraft verleiht. In Bezug auf Design und Qualität hat sich die Roigk GmbH & Co. am Hundeicken den Titel eines Marktführers erobert. Ein Grund dafür, dass Bürgermeister Claus Jacobi im Rahmen seiner Unternehmensbesuche an die Tür dieser innovativen Firma klopft.

Wasserrutschen, Startblöcke, Sprungtürme, Duschen, Umkleidekabinen, Treppen und noch mehr – vieles was in kommunalen und privaten Schwimmbädern inzwischen unverzichtbar ist, findet sich im Katalog der Firma Roik. „Der Trend geht weg von der stehenden Wasserfläche, dem 50 Meter Becken, hin zu Wasserspielfeldern. Wir nennen sie Sprayparks“, erklärt Firmenchef Christian Roik seinen Besuchern. Beim Spraypark steht der Spaß für die Kinder im Vordergrund. Lustige Figuren sprühen das feuchte Nass durch die Gegend. Wohin, das bestimmen die kleinen Gäste. Je nach Position der Figur kommt ein anderer Strahl oder bleibt der Drache, die Ente, das Nashorn auch trocken. „Da kann man so richtig schön spielen, seine Fantasie ausleben und es wird umweltbewusst nur wenig Wasser verbraucht“, sagt Roik. Denn alles Wasser, was die bunten Figuren durch die Gegend spritzen, wird aufgefangen und wieder aufbereitet.

Die Fantasiegestalten, die Roigk baut, sind qualitativ so hochwertig, dass die Firma sie sogar zehn Jahre an Kommunen vermieten kann, wenn sie wollen. „Nach der Laufzeit ersetzen wir die Geräte durch andere Figuren. Die zurückgenommenen Sprayer können wir aufbereiten und anderen Kunden zu günstigen Preisen anbieten. Sie sind so gut wie neu“, erklärt der erfolgreiche Unternehmer, der mit seinen Produkten voll im Trend liegt: „Wir platzen aus allen Nähten. Wir brauchen dringend eine neue Halle und weitere Mitarbeiter, zum Beispiel Schweißer und technische Zeichner.“

Dabei hat Roigk viele Arbeiten bereits ausgelagert. Die 35 Mitarbeiter in Gevelsberg beschäftigen sich mit der Konstruktion, der Endmontage und der letzten Kontrolle. Die Zulieferer des Familienbetriebs kommen fast ausschließlich aus Deutschland: „Nur so können wir unseren hohen Anspruch an unsere Produkte aufrechterhalten.“

Und das sind nicht nur die lustigen Figuren, die mit Wasser spucken. Aus den Werkshallen von Roigk stammen zum Beispiel auch die Rutschen, die am Rand des neuen Nichtschwimmerbeckens im Stefansbachtal stehen. Das neue Freibad ist damit sozusagen in wichtigen Teilen „made in Gevelsberg“. Welchen Wert die Kooperation für die Stadt und die Bad-Besucher hat, wissen Bürgermeister Claus Jacobi und Wirtschaftsförderer Dietmar Grimm, der ihn bei seinem Besuch begleitet: „Die Firma Roigk hat immer für das und im Schwimm in engagiert und wir haben in dem Unternehmen einen Sponsor für unsere Badegäste gefunden.“ Eine Unterstützung, die Christian Roigk gern anbietet: „Wir geben der Stadt und ihren Menschen von dem zurück, was sie für unser Unternehmen getan hat. Wir haben immer ein offenes Ohr gefunden. Und natürlich ist es auch ein Vorteil für uns, wenn wir den Kunden im Gevelsberger Freibad demonstrieren können, wie wir alles rund ums Wasser attraktiver gestalten können.“

Dabei liegen die Wurzeln von Roigk eigentlich auf Hagener Gebiet. Dort wurde das Unternehmen 1953 gegründet. Es produzierte kleinere Metallteile auf Bestellung. In den 60er Jahren erfolgte der Umzug nach Gevelsberg. Im nächsten Jahrzehnt startete der Aufstieg zum führenden Ausstatter von Schwimmbädern. Es begann mit der Herstellung von Edelstahlstufen, bald wurden in Gevelsberg komplette Leitern gefertigt, in den 80er Jahren kamen Rutschbahnen hinzu. Dann wurde die Angebotspalette Stück für Stück erweitert. 1998 eröffnete Roigk den Erlebnispark am Kruiner Tunnel, der verpachtet wurde. Zu den Kunden gehören nicht nur Kommunen, sondern auch Hotels und Freizeitparks.

Der Markt ändert sich ständig. Unter anderem spielt der Klimawandel dabei eine Rolle. Der 42-jährige Roigk muss mit seinem Unternehmen neue Wünsche erfüllen: „In unseren Innenstädten wird es im Sommer immer heißer. Wir bauen Sprayparks inzwischen unabhängig von Schwimmbädern.“ Das sei nicht nur ein Spaß und ein Anziehungspunkt für die Kinder: „Für die Erwachsenen ist es eine ganz tolle Erfrischung, bei dem Temperaturen über 30 Grad durch einen Wassernebel gehen zu können.“ Auch so eine Idee „made in Gevelsberg“.