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Rathaus-Blog: Die neue Doppelspitze der Technischen Betriebe der Stadt Gevelsberg

Die neue Doppelspitze der Technischen Betriebe der Stadt Gevelsberg

Sie sind die neue Doppelspitze: Ursula Schöneweiß und Ivo Knezovic führen seit Jahresbeginn die Technischen Betriebe der Stadt Gevelsberg. Die Aufgabe ist größer als mancher Bürger vielleicht denken mag. Die beiden sind für den an dem Wegesrand entsorgten Müll genauso zuständig wie für die Schlaglöcher in Gevelsberger Straßen. Zu ihren Aufgaben gehört, für die Blüten am Wegesrand zu sorgen, den Müll abholen zu lassen, die städtischen Gebäude in Ordnung zu halten, den Schnee von den Fahrbahnen zu räumen und Großprojekte wie das neue Freibad oder den Umbau des Vendômer Platzes zu begleiten. Und das sind nur einige der Aufgaben, die mit rund 120 Mitarbeitern zu meistern sind.

Ivo Knezovic ist ein alter Hase bei den Technischen Betrieben. Der studierte Bau-Ingenieur wechselte vor sieben Jahren sozusagen die Seiten. Für ein privates Bauunternehmen war der heute 47-Jährige für den Umbau der Gevelsberger Mittelstraße zu einem modernen Boulevard zuständig und verantwortlich: „Dadurch sind die Kontakte zur Stadtverwaltung entstanden.“ Der Bauexperte bewarb sich für die Stelle des Technischen Betriebsleiters als sie frei war und wurde genommen. Nun ist er nach dem Ausscheiden aus Altersgründen seines früheren Chefs Reinold Lorch zum ersten Betriebsleiter aufgestiegen. „Meine Aufgaben sind eigentlich gleich geblieben,“ sagt Knezovic, „nur, dass die Gesamtverantwortung für das Personal hinzukommt.“

Und, dass er das letzte Wort hat, wenn Ursula Schöneweiß als zweite Betriebsleiterin mal anderer Meinung sein sollte. Das kann sich Knezovic allerdings nicht vorstellen. „Wir pflegen ein partnerschaftliches Management und das soll so bleiben.“ Schöneweiß selbst ist eine Pionierin. Noch nie stand eine Frau an der Spitze der Technischen Betriebe. Seit dem Jahr 2001 ist das Gevelsberger Rathaus der Arbeitsplatz der inzwischen 50-Jährigen. Zuletzt hat sie für die Bereiche Organisation, EDV und Personal gearbeitet: „Daher kannte ich jeden Namen der Mitarbeiter der Technischen Betriebe. Jetzt weiß ich auch, wie sie aussehen“, lacht die neue Chefin. Und auf die Frage, ob es etwas Besonderes sei, als Frau bei ausgerechnet bei diesem kommunalen Unternehmen zu arbeiten, antwortet sie selbstbewusst: „Jetzt nicht mehr.“

Als die Stellenausschreibung kam, „habe ich mir überlegt, ob ich in meinem Alter noch einmal die Chance ergreifen sollte, etwas ganz anderes zu machen“, sagt Schöneweiß. Die Frage hat sie für sich mit ja beantwortet: „Die interessante und komplexe Aufgabe hat mich gereizt.“ Nun ist die Beamtin für die Verwaltung, das Rechnungswesen der Städtischen Betriebe sowie den Bauhof verantwortlich.

Mit dem folgenreichsten Wintereinbruch seit Jahren hat die Neue an der Spitze gleich eine besondere Erfahrung gemacht: „Obwohl Gevelsberg einige Jahre von Eis und Schnee in diesen Ausmaßen verschont geblieben ist, die Routine schon fehlte, konnte ich erleben, wie eingespielt das Team ist, wie zum Beispiel die Fahrzeuge schnell vorbereitet wurden. Man hat als Außenstehender auch keine Vorstellung, wie oft ein Streuwagen wieder zum Bauhof kommen muss, um nachzuladen.“ Und wenn noch die Besatzungen der Entsorgungs-Fahrzeuge melden, dass die Deckel der Müllbehälter festgefroren sind, dann wird die kalte Jahreszeit zu einer ganz besonderen Herausforderung.

Spannend findet Ursula Schöneweiß den bevorstehenden Umbau des Rupprecht-Hauses im Herzen der Stadt - das erste Großprojekt in ihrer neuen Position, das sie vom Start an begleitet: „Aber auch den Wirtschaftsplan und den Jahresabschluss der Technischen Betriebe zu erstellen, ist für mich beim ersten Mal natürlich besonders.“ Für Knezovic war der Bau der neuen Feuerwache eine spezielle Herausforderung. Als Chef der Technischen Betriebe muss er bei solchen Bauvorhaben dafür sorgen, dass die Kosten nicht aus dem Rahmen fallen und der Zeitplan eingehalten wird.

Das sind vielleicht für die Öffentlichkeit die großen Aufgabenstellungen. Knezovic ist mit sich aber auch zufrieden, wenn er einem Bürger im Alltag eine Last von den Schultern nehmen kann: „Als Eis und Schnee gekommen sind, da hat bei uns eine Frau angerufen, die ganz verzweifelt war, weil sie den Winterdienst vor ihrer Haustür nicht selber bewältigen konnte. Mit unseren Kontakten konnten wir ihr schnell helfen.“ Es sind oft die kleinen Dinge, die eine Stadt näher an ihre Bürger rückt.

Übrigens:

Jede Bürgerin und jeder Bürger kann die von ihm oder ihr beobachteten Verunreinigungen im Stadtgebiet ganz einfach über die Homepage an die Technischen Betriebe melden. Wie das geht? Hier entlang.