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Rathaus-Blog: Fünf Jahre Stadtumbau in Berge - ein Grund zum Feiern!

Fünf Jahre Stadtumbau in Berge - ein Grund zum Feiern! 

Es gibt ein Jubiläum zu feiern: Seit fünf Jahren läuft das Programm Stadtteilumbau Berge. Es hat sich eine Menge getan. Zeit für eine Zwischenbilanz, die zeigt, wie schnell sich ein Vorort zum Positiven verändern kann.

„Berge hatte damals ein Image-Problem. Es gab außerdem große Leerstände vor allen Dingen in den Hochhäusern am Knapp. Das machte das Leben nicht attraktiver“, sagt Björn Remer, Fachbereichsleiter für Stadtentwicklung bei der Gevelsberger Stadtverwaltung. Im Rathaus hatte man eigentlich schon früh die Probleme erkannt und handeln wollen. „Im Jahr 2010 wurde ein erster Förderantrag von der Landesregierung in Düsseldorf nicht bedacht“, erklärt Remer. Erst 2015 flossen dann die Mittel, ohne die Gevelsberg die Zukunft von Berge nicht in Angriff nehmen konnte

Die Förderung gab es damals für Maßnahmen, die sofort in Angriff genommen werden konnten. „Wir mussten die fertigen Pläne quasi in der Schublade haben, um berücksichtigt zu werden“, so Andreas Belz, Abteilungsleiter in der Gevelsberger Bauverwaltung. Mit ihm ist ein Berger mitverantwortlich für die Zukunft des Stadtteils. Vor 16 Jahren zog Belz nach Berge. Er ist der Nachbar der Bürgerinnen und Bürger, auf deren Beteiligung bei der Zukunftsgestaltung die Stadt Gevelsberg so großen Wert legt. Über seinen Schreibtisch gehen die Pläne.

Auch die, mit denen die Veränderungen in Berge ab 2015 richtig in Fahrt gekommen sind. Mit Landesmitteln konnte der Bolzplatz Langenrode als Fitness-Studio unter freiem Himmel neu gebaut werden. Der Verbindungsweg von dem S-Bahn-Haltepunkt Berge-Knapp nach Vogelsang wurde von einem Angstraum zu einem Erlebnispfad, vor allen Dingen für die Kinder. Für den Nachwuchs wurde auch der Spielplatz Berchemallee, der zu den Häusern des Bauvereins gehört, mit Hilfe der Gelder aus der Landeshauptstadt zu einem Abenteuerland umgestaltet.

Den nächsten Schritt in Angriff genommen hat der Gevelsberger Bauverein selbst. Die Sanierung der Fassaden in dem Hochhauskomplex hat im September begonnen. Auch die Eingangsbereiche der Gebäude werden sich nach dem Abschluss der Arbeiten nach außen öffnen und der Siedlung einen komplett anderen Charakter geben. „Für Berge wird es daneben ein Fassadenprogramm geben, wie es schon für die Hagener Straße aufgelegt wurde. Hausbesitzer können damit rechnen, dass ihnen 25 Prozent der reinen Verschönerungsmaßnahmen erstattet werden. Darüber hinaus gibt es natürlich auch Zuschüsse für die energetische Sanierung“, so Belz.

Die beiden Planer der Stadt wissen aber auch, dass den Vorstellungen, die sie zusammen mit den Bürgern erarbeiten, Grenzen gesetzt werden. Sie haben ein renommiertes Büro engagiert, dass die Gedanken der Berger über die Planung der nicht bebauten Flächen in konkrete Vorstellungen umsetzt. Aber dort, wo die Grundstücke in Privathänden sind, hat das Gevelsberger Rathaus keine Möglichkeiten, die Ideen der Bürger zu verwirklichen. Sie benötigen die Unterstützung der Eigentümer. „Da müssen wir manchmal ganz dicke Bretter bohren“, so die beiden Städteplaner. Und die Enttäuschung ist natürlich da, wenn Belz und Remer auf Anfragen noch nicht einmal eine Antwort von Grundstücksbesitzern bekommen.

Und so schmieden sie Ideen für die Bereiche, die in städtischer Verantwortung liegen. Zum Beispiel die Wiese am romantisch gelegenen, aber gut zugänglichen Berger See. Hier ist eine bessere Erschließung durch befestigte Wege und stabile Liegen geplant. „Aber auch das kostet schon 130.000 Euro. Wenn wir vom Land nicht mit Fördermitteln bedacht werden, müssen wir den Betrag in den kommenden Haushalten verteilen.“ Und auch einen Kiosk am evangelischen Kindergarten am Zugang zur S-Bahn können sich die beiden Experten vorstellen. „Dort würde ein Betreiber bessere Chancen haben als mit einem Geschäft in der Ladenzeile an der Berchemallee. Auf dem Weg zum Zug oder von und nach Vogelsang kommt auch eine Menge Laufkundschaft vorbei.“

Dass Berge in Bewegung ist, kann der Besucher auch bei den zahlreichen Festen spüren, die die Bürger mit ihren Gästen hier feiern. Auch wenn Corona Partys derzeit unmöglich macht, Aufbruchstimmung kann auch ansteckend sein. Das zeigt die große Zahl der Einwohner, die sich für ihren Stadtteil aktiv engagieren.