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Gevelsberger Schülerinnen und Schüler widmen sich zum 795. Todestag des Erzbischofs Engelbert dem spannenden Kriminalfall des Jahres 1225

26 Balladen laden zu einer spannenden Zeitreise ins Mittelalter ein

Gevelsbergs bedeutendstes Ereignis liegt inzwischen 795 Jahre zurück, denn am 7. November 1225 wurde im Hohlweg am „Gievilberch“ der Kölner Erzbischof und Reichsverweser Engelbert, Graf von Berg, von einem Verwandten, dem Grafen von Isenberg, überfallen und erschlagen. An der Todesstelle wurde etwa um 1230 ein Sühnekloster errichtet, das zu einer Keimzelle der heutigen Stadt wurde. Mitverantwortlich für die Entstehung der Stadt Gevelsberg wird der Erschlagung Engelberts seit vielen Jahren im November gedacht. 

Seit 1999 engagieren sich heimatkundige Männer und Frauen aus Gevelsberg im Arbeitskreis Engelbert. In den vergangenen zwei Jahrzehnten haben die Arbeitskreismitglieder mit Vorträgen, Exkursionen, Informationstafeln, Aufsätzen, Ausstellungen, dem Faltblatt „Das Dorf“ sowie einem eigenen Film die Geschichte unserer Heimatstadt und das Leben der mittelalterlichen Persönlichkeit Erzbischof Engelbert, Graf von Berg, auf vielfältige Art erlebbar werden lassen. 

Als Dank für ihr unermüdliches Wirken, haben die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 d des Städtischen Gymnasiums Gevelsberg gemeinsam mit ihrer Lehrerin Alexandra Wakenhut-Dreßler den Mitgliedern des Arbeitskreises Engelberts und nicht zuletzt auch allen interessierten Bürgerinnen und Bürgern eine besondere Überraschung beschert. 

Im pandemiegeprägten Jahr 2020, das zum Schutz der Gesundheit ohne eine Gedenkveranstaltung auskommen muss, haben die Schülerinnen und Schüler sich mit dem spannenden Kriminalfall aus dem Jahre 1225 thematisch auseinandergesetzt und 26 individuelle Balladen verfasst. Diese gibt es ab sofort als Broschüre an der Bürgerinformation der Stadt Gevelsberg. In der Randspalte finden Sie die digitale Version der Broschüre. Auf Anfrage versendet die Stadt Gevelsberg gerne auf dem postalischen Weg ein Druckexemplar. 

Stellvertretend für alle Mitglieder des Arbeitskreises Engelbert durfte Bürgermeister Claus Jacobi am Donnerstag eine gerahmte Ballade der Schülerin Margarita Tzani entgegennehmen. Als Dank für die tolle Projektidee überreichte das Stadtoberhaupt gemeinsam mit Schulleitung Gabriele Streckert einen Blumenstrauß an die Lehrerin Frau Wakenhut-Dreßler sowie fünfzig Euro für die Klassenkasse der 7 d.  

Zum Projekt: 

Kurz vor den Herbstferien widmeten sich die Schülerinnen und Schüler der Klasse 7 d des Städtischen Gymnasiums Gevelsberg gemeinsam mit ihrer Lehrerin Alexandra Wakenhut-Dreßler im Deutschunterricht dem Themenkomplex Balladen. Für die Klasse ging es einerseits darum, bestehende Gedichte zu analysieren, anderseits aber auch um die spannende Erfahrung, selbst Balladen zu verfassen. Das Thema für die selbst geschriebenen Werke war schnell gefunden, lag doch die Unterrichtsreihe zeitlich sehr nah am Todestag Engelberts und der Tatort des mittelalterlichen Kriminalfalls „direkt vor der eigenen Haustür“. Wenn auch 795 Jahre vor unserer Zeit, fesselten die Geschehnisse rund um den 7. November 1225 mit ihrer Tragik, Spannung und dem dahinter stehenden Konfliktpotenzial die Jungdichterinnen und –dichter sofort. Selbstverständlich kam auch die künstlerische Freiheit der Schülerinnen und Schüler nicht zu kurz und so durfte dem geschichtlichen Ereignis im wahrsten Wortsinne auch ein wenig Atmosphäre hinzu gedichtet werden.