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Treffen örtlicher Gastronomiebetriebe

Stadt Gevelsberg, ProCity und Wirteverein besprechen neue Vorgehensweise und Regelungen für die Innenstadt

Zu einem "lokalen Gastronomie-Gipfel" hatte Bürgermeister Claus Jacobi aufgrund der besorgniserregenden Entwicklung der Coronazahlen am Mittwoch Gevelsberger Gastronominnen und Gastronomen eingeladen. Unter strenger Beachtung der Hygienevorgaben für Präsenzsitzungen diskutierte man die Fragestellung, wie  Gastronomie in Gevelsberg auch zu Coronazeiten im Winter 2020/2021 funktionieren kann. Rund 15 örtliche Gastronomen, darunter der miteinladende Vorsitzende des Wirtevereins Ralf Hedtmann, sowie der Vorsitzende von ProCity Gevelsberg, Andreas Niehues, waren erschienen. Diskutiert wurde über konkrete Vorgehensweisen sowie bauliche und gestalterische Konzepte wie Witterungsschutzwände, Heizpilze, Überdachung und dergleichen.

Alle Beteiligten betonten, dass der Schutz der Gesundheit der Bevölkerung an oberster Stelle stehen müsse. Ebenso müssten jedoch auch Wege gefunden werden, die Lebensgrundlage der Gastronomiebetriebe und damit die Existenz der Betreiber zu sichern. Die strengen gesetzlichen Coronaschutzvorgaben haben bereits jetzt die Restaurants und Lokale stärker getroffen als andere Wirtschaftsbereiche. So sind Abstandsregelungen, Hygienevorschriften und das aktuell  aufgrund des hohen Inzidenzwertes geltende Betriebs- und Alkoholverkaufsverbot zwischen 23 und 6 Uhr so einschränkend, dass voraussichtlich einige Gastronomiebetreiber an die Grenze der Belastbarkeit gelangen werden.

Einig waren sich alle Anwesenden, dass gastronomische Aktivitäten im Außenbereich auch in Herbst- und Winterzeiten soweit eben möglich gefördert werden sollen, da sie die deutlich gefährdeteren Innenbereiche der Gastronomiebetriebe entlasten können und so die hygienische Sicherheit der Gäste Gevelsberger Gastronomiebetriebe zu schützen helfen. Konkret soll durch das Anbringen weiterer baulicher Elemente wie Pavillons o.ä. das vorhandene Platzangebot im Außenbereich der Mittelstraße möglichst optimal  ausgenutzt werden.

Bürgermeister Claus Jacobi bat alle Anwesenden eindringlich um Verständnis dafür, dass mit der stärkeren Inanspruchnahme der öffentlichen Flanierbereiche für gastronomische Sondernutzungen gleichzeitig eine generelle Maskenpflicht auf der Mittelstraße einhergehen müsse. Wo "öffentliche Durchgangspassagen und gastronomische
Sondernutzungen eng beieinanderliegen, gewährt die allgemeine Maskenpflicht den Schutz der Passanten unserer Mittelstraße ebenso wie den der Restaurant- und Gaststättenbesucher. Die allgemeine Maskenpflicht ist jetzt die Voraussetzung dafür, dass gastronomisches Leben in Gevelsberg weiterhin lebendig und wirtschaftlich sein kann. Somit ist die Einführung der allgemeinen Maskenpflicht in der Mittelstraße jetzt auch ein Zeichen der Solidarität gegenüber Einzelhandel und Gastronomie, um ihr sich gegenseitig beförderndes Miteinander über die schwierige Herbst- und Winterperiode erhalten zu können".

Die vom Bürgermeister skizzierte weitere Vorgehensweise in dieser Frage fand den Zuspruch und die Unterstützung aller Anwesenden. "Wir tragen und kommunizieren dieses Konzept nun gemeinsam!" so Wirtevereinsvorsitzender Ralf Hedtmann. In Anbetracht der Wiedereröffnung von Kaufland in der nächsten Woche beabsichtigt die Stadt, die allgemeine Maskenpflicht des Weiteren auch auf dem Vendômer Platz einzuführen. "Die zu erwartende und ja auch gewünschte hohe Frequenz der KauflandImmobilie macht auch diesen Schritt zum Schutze der Bevölkerung notwendig.", so Claus Jacobi.

Die neuen Vorschriften müssen durch eine Ergänzung der Allgemeinverfügung des Kreises Rechtskraft erlangen. Im bekannt guten Miteinander von Ennepe-Ruhr-Kreis und Stadt Gevelsberg sind hierzu bereits die entsprechenden Schritte auf den Weg gebracht worden, sodass mit einer Gültigkeit der neuen Regelungen pünktlich zum Wiedereröffnungstag von Kaufland gerechnet werden kann. Auch wird die Stadt Gevelsberg ab diesem Zeitpunkt eine umfängliche Beschilderung aller Bereiche mit allgemeiner Maskenpflicht vornehmen.

Zum Abschluss des Gastronomie-Gipfels versprach die Stadt Gevelsberg noch einmal, den rechtlichen und gestalterischen Rahmen für Lösungen zur Stärkung der  Außengastronomie auszuschöpfen, um den Gevelsberger Wirten in dieser schwierigen Zeit zur Seite zu stehen. Alle Gastronominnen und Gastronomen, die entsprechendes Mobiliar aufstellen möchten, können sich zwecks kurzfristiger Terminvereinbarung zur Besichtigung an das Büro für Wirtschaftsförderung und Stadtmarketing wenden.