Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2025/2026
Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2025/2026
Grußwort des Bürgermeisters zum Jahreswechsel 2025/2026
Liebe Gevelsbergerinnen und Gevelsberger,
wieder einmal ist ein Jahr vergangen und wir alle freuen uns auf das Weihnachtsfest und die ruhige Zeit zwischen den Jahren. Es ist die Zeit, in der wir abseits von Termindruck und Alltagshektik innehalten dürfen, um im Kreise von Familie und Freunden neue Kraft zu schöpfen.
Der bevorstehende Jahreswechsel bietet mir als Bürgermeister unserer schönen Stadt darüber hinaus die Gelegenheit, gemeinsam mit Ihnen auf die vergangenen Monate zurückzublicken und einen Ausblick auf das vor uns liegende Jahr 2026 zu wagen.
Wenn wir auf das Jahr 2025 schauen, fällt das Resümee vielschichtig aus. Global gesehen bleibt die Weltlage herausfordernd und oft bedrückend. Die anhaltenden Konflikte in der Ukraine und im Nahen Osten sowie die wirtschaftlichen Unsicherheiten bewegen uns alle. Auch in Deutschland haben wir mit der politischen Neuausrichtung nach den Wahlen im Februar ein Jahr des Umbruchs erlebt.
Doch gerade vor diesem Hintergrund der weltweiten und nationalen Unsicherheiten war ein Ereignis in unserer Stadt von ganz besonderer Bedeutung: Die Kommunalwahlen im vergangenen September. Ich möchte diesen Moment nutzen, um Ihnen von Herzen für Ihr Vertrauen und Ihre rege Wahlbeteiligung zu danken. In einer Zeit, in der demokratische Werte oft hinterfragt werden, haben Sie in Gevelsberg ein starkes Signal für die lokale Selbstverwaltung und die demokratische Mitgestaltung gesetzt. Die Wahl im September war mehr als nur eine Stimmabgabe; sie war ein Auftrag an uns alle im Rat und in der Verwaltung, den erfolgreichen Weg unserer Stadt mit frischer Legitimation und neuer Energie fortzusetzen. Dieses „frische Mandat“ ist für mich und die gewählten Vertreterinnen und Vertreter Ansporn und Verpflichtung zugleich, Gevelsberg als starke, menschliche und zukunftsorientierte Heimat für uns alle weiterzuentwickeln.
Dass uns dies gelingt, zeigt der Rückblick auf 2025. Das Jahr stand ganz im Zeichen unserer Identität und unserer Geschichte: Wir haben den 800. Todestag von Erzbischof Engelbert I. von Köln gefeiert. Sein Todestag gilt als historischer Ursprung für das, was später Gevelsberg werden sollte und hat uns durch zahlreiche Veranstaltungen über das ganze Jahr hinweg vor Augen geführt, wie tief verwurzelt unsere Identität in unserer Gemeinschaft ist.
Auch bei unseren zukunftsweisenden Bauprojekten haben wir in 2025 wichtige Meilensteine erreicht. Die Umgestaltungspläne des Rupprecht-Hauses wurden nach dem Architekturwettbewerb zu Beginn des Jahres weiter konkretisiert und an Wünsche sowie Bedarfe angepasst – stets mit dem Ziel, dieses historisch und traditionell bedeutsame Gebäude im Herzen unserer Stadt wieder mit pulsierendem Leben zu füllen. Das Quartier Nirgena/Haufe erlebte im August mit dem großen Bürgerfest auf der Hagener Straße einen wunderbaren Höhepunkt, der die Lebendigkeit in diesem Bereich eindrucksvoll unterstrichen hat.
Die vielen Begegnungen bei Stadtfesten, Märkten, auf der Kirmes und diversen anderen Veranstaltungen und Gelegenheiten stärken unser Zusammengehörigkeitsgefühl und zeichnen das Miteinander in Gevelsberg – weit über die Stadtgrenzen hinaus – aus.
Ein Thema, das mir dabei besonders am Herzen lag, ist die Beteiligung derer, die unsere Zukunft am stärksten verkörpern: Unsere Kinder. Mit der Einführung und Etablierung eines Grundschulrates und der Kinderbürgermeister haben wir 2025 ein deutliches Zeichen für echte Partizipation gesetzt. Es ist mir wichtig, dass bereits unsere kleinsten Mitbürgerinnen und Mitbürger erfahren, dass ihre Stimme zählt und sie ihre Stadt aktiv mitgestalten können. Demokratie lernt man nicht nur aus Büchern, man erlebt sie durch Mitwirkung. Die frischen Perspektiven und kreativen Ideen, die unsere Jüngsten einbringen, sind eine Bereicherung und zeigen, dass Gevelsberg eine Stadt für alle Generationen ist.
Mit dem Jahreswechsel geht immer auch ein Ausblick einher. Wenn wir auf 2026 blicken, tun wir dies mit Zuversicht. Zu Beginn des Jahres werden Polizei und Ordnungsamt gemeinsam als „Stadtwache“ in die frisch sanierten Räume der früheren Polizeiwache einziehen. Der enge räumliche Austausch wird die gemeinsame Arbeit und die Abstimmung bei Einsätzen erheblich erleichtern. Zudem werden wir den Ausbau unserer OGS-Grundschulen oder auch den Bau der neuen Dreifachsporthalle konzeptionell weiter voranbringen.
Es bleibt mein festes Ziel, dass wir im neu gewählten Rat parteiübergreifend als Demokratinnen und Demokraten an den besten Lösungen für unsere Heimat arbeiten. Und auch 2026 gibt es einen besonderen Grund zur Freude und zur Dankbarkeit:
Am ersten Juli-Wochenende begehen wir das 30-jährige Bestehen der Städtepartnerschaft mit unseren Freunden in Sprottau. Diese Partnerschaft ist ein lebendiges Symbol für Frieden und Verständigung in Europa – Werte, die heute wichtiger sind denn je.
So werden wir Gevelsbergerinnen und Gevelsberger auch in 2026 wieder das tun, was uns auszeichnet: Zusammenhalt und Gemeinschaft in den Vordergrund stellen und dies das ganze Jahr über bei zahlreichen Veranstaltungen demonstrieren. Sie an zahlreichen Stellen im Stadtgebiet bei verschiedenen Gelegenheiten hoffentlich wieder persönlich treffen zu können, stimmt besonders positiv.
Verbunden mit diesen zukunftsweisenden Aussichten darf ich Ihnen und Ihren Familien im Namen von Rat und Verwaltung, aber natürlich auch ganz persönlich, besinnliche und friedvolle Weihnachten sowie Gesundheit, Zufriedenheit, Erfolg und Gottes Segen für das neue Jahr 2026 wünschen.
Herzlichst
Ihr
Claus Jacobi
Bürgermeister